Herr der Ringe - RPG

Ein Rollenspiel in Mittelerde.
 
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 Speisesaal

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BeitragThema: Speisesaal   Fr Feb 06, 2015 4:58 pm

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Thorinarada
Thorinarada - Königin unter dem Berg
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mi Feb 18, 2015 11:41 pm

Acharnrâd geleitete Thorinarada in seinen Speisesaal. Der hohe Raum ließ die Schritte sowie die Stimmen aller Geschöpfe Erus die ihn betraten lauter erscheinen als sie es eigentlich waren. Die Tafel war gedeckt worden und Acharnrâd ließ seinen Gast neben ihrem stehen, während einer seiner Bediensteten ihren Stuhl lautlos zurückzog und er sich auf seinen Stuhl setzte, der durch die gleiche Prozedur ging.

Thorinarada war Acharnrâd gefolgt und hatte sich auf den Stuhl gesetzt, den man ihr anbot. "So... und Ihr genehmigt jeder fremden Frau die Ihr grade kennengelernt habt bei Euch zu baden?", fragte sie scherzend und fuhr sich kurz durch die noch immer feuchten Haare.

Der Noldor sah Thorinarada streng an. Doch verstand er ihre Zweifel. Es müsste komisch wirken auf jene, die seine Logik nicht nachvollziehen konnten. Aber er war schon immer interessiert an dem Ring aus Adamanth und seinen Fähigkeiten gewesen. Sein Ober begann damit Reis zu servieren, welcher dampfte als der Deckel von der Schüssel gehoben wurde.

Thorinarada sah weg. Diese Augen... sie verstand nicht wie jemand solche Augen haben konnte! Wie pures Silber. Es war beeindruckend. Ein Elb... oder war es ein Mensch? Es könnte sehr gut ein Mensch gewesen sein... kam heran und servierte Reis, den er auf zwei Porzellan-Teller gab und dann eine weitere Schüssel öffnete. In ihr lagen Pilze und Thorinarada beobachtete ungeduldig wie der Mann auf jeden der Teller die gleiche Menge gab. "Okay. Gut. Entschuldigt die Frage. Aber... wie meintet Ihr das, dass Ihr mir beibringen könntet mit Nenya besser umzugehen? Habt Ihr Erfahrungen mit den Ringen der Macht?", fragte die ehemalige Königin und versuchte dem Gondolindrim nicht direkt in die Augen zu sehen.

Acharnrâd nickte als die Zwergin endlich auf Themen zu sprechen kam die zählten. Während Madion einen Hasenlauf zerteilte und einen auf den Teller der Frau legte, gab Erel seinem Herrn Salat auf den Teller. "Nein. Erfahrungen besitze ich keine, doch soll das meine Fähigkeiten nicht mindern. Es geht um Disziplin und die Fähigkeit deine Innere Kraft auf den Ring umzuleiten.", erklärte der Noldor ruhig und legte sich seine Servierte über den Schoß.

Thorinarada begann zu essen und hörte Acharnrâd zu. Noch bevor sie ihren Mund vollends gelehrt hatte schüttelte sie lächelnd den Kopf und merkte an: "...Kämpfe selten mit der inneren Kraft." Sie merkte jetzt erst wie ausgehungert sie war und dass es wirklich gut tat wieder Nahrung zu sich zu nehmen, aber sie wollte nachhause.

Acharnrâd schüttelte frustriert den Kopf. Diese Frau... "Das nahm ich bereits an. Ihr seid nicht der Typ für eine derart schlaue Verwendung Euer Begabungen." Er nahm eine Gabel von dem Reis und den Pilzen. Hervorragend gegart. Wie täglich.

Thorinarada rollte mit den Augen. "Ich habe einfach nur keine Lust dazu mit Mitteln zu kämpfen die mir allein unterstellt sind.", knurrte sie. Sie fühlte sich angegriffen und auch wenn sie hier zu Gast war und einen tiefen Respekt vor dem Noldor hatte, so gab man ihr besser nicht das Gefühl.

"Ihr habt Angst davor, dass man Euch unfaire Kampfweise unterstellt."
"Ich habe keine Angst."
"Jeder hat Ängste."
"Ich nicht."
"Ihr habt Angst vor dem Tod, ansonsten wäret Ihr nicht zurückgekommen."

Thorinarada schwieg. Er hatte recht. Aber das würde sie ihm nicht sagen.

Acharnrâd war bestätigt worden von ihrem Schweigen. Sie schien sich Angst nicht gerne einzugestehen. Wahrscheinlich auch keine Schwäche. Er machte sich eine weitere mentale Notiz.

"Ich will nicht unfair kämpfen." Dieser Satz kam über ihre Lippen und Acharnrâd nickte. Es war verständlich das sie das nicht wollte. Auch wenn er es nicht verstand. Wieso sollte man nicht alles nutzen was man hatte? Auch wenn es unmoralisch war? "Dann gebt den Ring ab."

Nyla lachte. War das sein ernst? "Ihr seid...", lachte sie leise und nahm einen Schluck des fruchtigen Rotweins. "Ihr seid seltsam. Galadriel persönlich traute mir diesen Ring an! Er ist über Galadriel, Celeborn und meiner Mutter zu mir gelangt. Das werde ich nicht wieder aufgeben.", sagte sie entschlossen und wischte sich den Mund ab.

"Euer Stolz tut Euch nicht gut. Eine Dame sollte weniger davon an den Tag legen!", sagte Acharnrâd wütend und sah zufrieden wie sie unter dem Klang seiner Stimme zusammen zuckte. Es war nicht leicht den Noldorin-Elben zu erzürnen, aber diese Frau hatte es doch tatsächlich geschafft. Er sollte sich nicht mehr mit diesem Geschlecht abgeben. "Überdenkt es bevor ihr ablehnt. Denkt an jene die besser geeignet wären."

Thorinarada wollte eigentlich ein bissiges Kommentar abgeben als er sie auf ihr Geschlecht reduzierte, aber sie ließ nach. Er war nicht aus ihrer Zeit. Ein Noldor aus der Zeit gerissen und gezwungen hier zu bleiben... warum blieb für Nyla ein Geheimnis. "Jene die besser geeignet sind... Wie wer? Von Euch habe ich bis heute noch nichts gehört und verzeiht die harschen Worte: Aber ich vertraue Euch nicht. Wer wäre da noch...Arwen...hasst mich momentan weil ich sie angelogen habe und sie mich nicht erklären lässt warum ich... egal. Thranduil?", fragte sie scherzend und lachte bitter. "Niemals. Das gönne ich ihm und seiner verfluchten Sippe nicht. Die einzige Person der ich es zutrauen würde ist Tod...", diese Erkenntnis traf sie wieder. Elen war Tod. "Niemand wäre geeignet."

Acharnrâd lauschte geduldig. Es berührte ihn wie die Frau sprach. So viel ging in ihrem Leben vor... und er versteckte sich hier seit Jahrtausenden. "Gut dann müsst ihr ihn wohl behalten. Aber Ihr dürft nicht davor scheuen ihn zu gebrauchen.", warnte er und aß dann auf, während schweigend nachzudenken schien und ebenfalls aß. Es war eine nette Abwechslung in Gesellschaft zu essen. Vielleicht sollte er sich doch eine Lebensgefährtin suchen. Praktisch wäre es alle male.

Thorinarada hatte aufgegessen und still zugesehen wie der Tisch abgeräumt wurde. Komplett, bis nur noch das blanke Holz zu sehen war. Dann wurde eine Kerze hineingebracht und eine Platte voller Streichhölzer. Acharnrâd griff nach einem der Streichhölzer, entzündete es und hielt es an den Docht der Kerze, die zu brennen begann. "Jetzt... löscht sie.", befahl er und Thorinarada zog verwirrt die Augenbrauen zusammen. Acharnrâd seufzte. "Nenya ist der Ring des Wassers. Seid ihr denn so unwissend? Los. Strengt Euch an. Konzentrier dich.", knurrte ihr Gastgeber und sie sah auf die Flamme. Ihre flache Hand lag auf dem Tisch und Nenya leuchtete wie immer leicht. Sie versuchte sich darauf zu konzentrieren die Flamme zu verkleinern, aber es gab kein Ergebnis. Nichts geschah.

Acharnrâd seufzte erneut. Das könnte eine lange Nacht werden.

Er trainierte lange mit ihr und versuchte ihr zu vermitteln dass es nicht darauf ankam, dass sie es versuchte, sondern darauf, dass es klappte. Sie musste es verlangen und erwarten und nicht erbitten. Nach drei Stunden konnte sie die Kerze erlöschen. Nach einer weiteren konnte sie sie wieder erzünden. Er mochte ihre Fortschritte und er wünschte er hätte mehr Zeit um mit ihr zu trainieren, aber sie wollte im Morgengrauen weg.
Die nächste Aufgabe war es ihr eigenes Licht nach außen hin zu porträtieren. Es zu zeigen. Doch das bedeutete komplette Selbstöffnung und Acharnrâd wusste nicht ob sie dafür schon bereit war, doch scheinbar hatte sie das schon einmal getan, denn es klappte auf Anhieb und das Licht im Raum hatte einen Effekt auf Acharnrâd. Er fand es wunderschön.

Aber zur vierten Stunde schickte er sie zu Bett. Dann saß er alleine in dem leeren Speisesaal der ohne ihre Anwesenheit plötzlich leer schien. Neutral.
Der Geruch von Essen war verflogen, doch der Geruch ihrer Haut und ihrer Haare war noch hier und ihr Lachen klang noch in seinen Ohren, als wäre es Musik die seinen Kopf nicht verlassen konnte. Ihre Stimme schien in seinem Kopf festzusitzen. Er ertappte sich dabei zu lächeln, während er seinen Geist gleiten ließ.

Thorinarada erwachte nach einigen Stunden in dem weichen, jedoch Fremden Bett und es behagte ihr nicht. Sie wollte nachhause. Sie wollte einfach nachhause und in ihrem Bett liegen und dann aufstehen und zu Kíli gehen und sich an ihn kuscheln und Fíli auf die Nerven gehen. Und verdammt nochmal: sie wollte Zeit mit Thorin verbringen und diesen Mann kennenlernten. Diese Mann, den sie so viel mehr liebte als alles andere auf der Welt. Der ihr so viel mehr bedeutete als sie selbst. Sie begann leise zu schluchzen und fuhr sich mit den Händen übers Gesicht. All diese Verzögerungen gingen ihr auf die Nerven, sie wollte doch einfach nur nachhause...

Nach dem Frühstück folgten noch zwei Stunden Training, bevor Acharnrâd sich von ihr verabschiedete. Ihr Gepäck war auf Níra aufgeladen worden und ihre Sachen waren gewaschen worden. Níra schien um einiges gesünder und begrüßte ihre Herrin mit einem lauten Wiehern. "Ich danke Euch für die freundliche Bewirtung.", bedankte sich Thorinarada und der Noldor nickte. "Ich danke Euch für Euer kommen. Ihr wisst gar nicht wie sehr es mich gefreut "Oh hat es?", fragte sie und rieb sich verlegen den Hinterkopf. "Das wusste ich gar nicht.", gestand sie und sah dass er lächelte, was sie ziemlich verunsicherte. Sanft streichelte sie Níra den Kopf und sah aus dem Augenwinkel wie er sie musterte. "Ihr vermisst Euer Zuhause, nicht wahr?", fragte er und sie sah in seine Augen. Diesmal hielt sie dem Silber stand. "Ja. Sehr. Obwohl ich es nicht gerne sage: ich vermisse meine Familie. Und meine Hallen und die endlosen Fluren und vorallem: mein Bett! Ich weiß nicht warum, aber ich habe einen starken Draht zu diesem Bett und ich will heute Nacht wieder drinnen liegen.", grinste sie und stieg dann auf ihr Pferd. Er nickte und sie zögerte noch kurz. "Wenn ich noch Fragen habe... kann ich Euch schreiben?" "Jederzeit.", versicherte er und sie nickte. "Danke" "Nicht dafür."

Thori tbc. Radagasts Hütte
Acha tbc. Flügelraum.

___________________________________________
Oh, misty eye of the mountain below
Keep careful watch of my brothers' souls
And should the sky be filled with fire and smoke
Keep watching over Durin's son


Loyalty. Honor. A willing heart... I can ask no more than that.

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