Herr der Ringe - RPG

Ein Rollenspiel in Mittelerde.
 
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 Taverne

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Farlan
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BeitragThema: Re: Taverne   So Sep 03, 2017 9:52 pm

Lisanne, hieß die Dame vor ihm also. Es war ein schöner außergewöhnlicher Name. "Wenn euch das nichts ausmacht mit mir ein Zimmer zu teilen.",entgegnete er auf ihren Vorschlag hin. Er wollte schließlich nicht unhöflich erscheinen. Zwar hegte er kein wirkliches Interesse mehr an Frauen, da sein Herz nun Leandor gehörte. Etwas das er wie ein Schatz hütete und um keinen Preis wieder ungeschehen machen wollte, selbst wenn diese Art der Liebe in dieser Welt nicht gern gesehen wurde. Farlan war es gleich, Leandor war das Beste was ihm je passiert war. "Ich nehme eure Hilfe an." fügte er dann noch hinzu und deutete ihr mit einer Geste an ihm die Treppe rauf zu den Zimmern zu folgen. Kurze Zeit später standen sie vor der Tür seines ihm zugeteilten Zimmers, Farlan öffnete diese und meinte: "Hereinspaziert!". Damit ließ er  Lisanne eintreten. Dann ging er hinein und schloss die Tür. Das Zimmer war nicht groß, ein Waschzuber mit Wasser, ein Bett, und ein Stuhl sowie ein Sekretär standen in dem Raum. Alles war so einfach wie möglich gehalten, scheinbar war der Wirt dieser Gaststätte ein Geizkragen. Farlan störte das wenig, denn er hatte sich schon mit weit aus unangenehmeren Dingen engagieren müssen. Viel Privatsphäre war ihnen beiden nicht gegeben, aber so war es nun einmal. So entledigte sich Farlan seines dunklen Mantels und hängte diesen über die Stuhllehne, ein Kleiderhaken oder Schrank war nicht zu sehen. Farlan ignorierte den Schmerz beim Ausziehen des Mantels. Es war ihm immer noch nahe zu gleichgültig, es war noch ein Art letzter Rest seines verkommenen Ichs welches er nach dem Tod seiner Schwester geworden war. Ein Schatten seiner Selbst, gewiss würde er nie wieder der werden, welcher er früher gewesen war, aber dafür hatte er Leandor der ihn immer wieder daran erinnerte wie schön das Leben sein konnte und das es wert war an etwas zu glauben. Er wandte sich wieder der blonden Schönheit zu und lächelte sie an. "Das ist das Zimmer, ich überlass euch das Bett." sprach er. Schließlich konnte er es ab auf mehr oder weniger hartem Boden zu schlafen, vielleicht ließen sich noch einpaar Laken und Strohsäcke finden.

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Lisanne
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BeitragThema: Re: Taverne   Di Sep 05, 2017 11:30 am

Lisanne nickte freundlich und lächelte. Der Mann namens Farlan nahm ihr Angebot an. Sie hatte kein Problem damit sich mit im ein Zimmer zu teilen, wenn er sie auch nur anfassen würde, würde er seines Lebens nicht mehr froh. Aber davon ging sie erstmal nicht aus und so folgte sie ihm ins Zimmer. "Ich habe kein Problem mit euch ein Zimmer zu teilen" gab sie zu während sie beide die Treppen hinauf gingen. Er führte sie in das zugeteilte Zimmer und ließ sie eintreten, danach schloss er die Türe.

Lisanne sah sich um. Das Zimmer war sehr mager eingerichtet, aber besser als die Unterkunft letzte Nacht die nur ein Stall war und sie auf Heu schlief. Abpropo Stall....sie hoffte sie roch nicht danach. Lächelnd zog auch sie ihren etwas zu dünnen Mantel aus und legte ihn aufs Bett.

Farlan wollte ihr das Bett überlassen. "Und worauf schlaft bitte ihr? Ich lasse es nicht zu das ihr das Zimmer bezahlt und dann noch auf dem Boden schläft. Wenn es euch nichts ausmacht könnt ihr bei mir schlafen. Aber fasst mich ja nicht an" meinte sie bezüglich des Bettes. Dann holte sie aus der Wasserzuba eine Schüssel mit Wasser und ein Tuch. "Setzt euch bitte" Sie wollte erstmal seine Wunden reinigen, bevor sie sehen konnte was hier wirklich war. Am ersten Blick konnte man von dem teilweisen Schmutz und Blut nicht viel erkennen.

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BeitragThema: Re: Taverne   Mi Sep 06, 2017 9:24 am

Farlan lächelte bei Lisannes Angebot mit ihm das Bett zu teilen. "Ich hätte mir Strohsäcke und Laken geholt." Sagte er und ließ sich auf ihre Bitte hin auf dem Bett nieder. Er zog sich sein Hemd über den Kopf, so dass Lisanne ihn verarzten konnte. Bei ihrer Forderung wurde das Lächeln breiter. "Macht euch da keine Sorgen, ich bin bereits in festen Händen, mehr oder weniger." Erklärte er sich, darauf bedacht nicht zu erwähnen das sich dabei um einen Mann handelte. Es war nicht leicht die Beziehung offen auszuleben. Zumindest nicht unter Menschen, das hatte Farlan schon oft miterlebt und er wollte nicht deswegen vor Gericht landen.
Dafür war er schon viel zu oft in den Kerkern der Justiz gewesen. Er blendete den Schmerz aus, den die Reinigung der Wunden hier und da hervor rief. Ingstadt hatte auch gute Arbeit geleistet. Farlan bewahrte sein Lächeln und verdrängte den Groll der in ihm tobte gekonnt aus seinem Kopf.

Auch wollte er Lisanne vor einem seiner Ausrastet bewahren, auch wenn er sie erst wenige Minuten kannte, wollte er nicht das sie so etwas mit ansehen musste. Oft genug hatte er schon das Mobiliar in Kneipen demoliert oder hatte sich geprügelt. Wenn er wütend wurde, war Farlan unberechenbar. Niemand sollte da in seiner Nähe sein. Lisanne erweckte in ihm das Gefühl sie vor allem Unheil der Welt bewahren zu müssen, warum das so war konnte Farlan sich selbst nicht erklären.

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BeitragThema: Re: Taverne   Mi Sep 06, 2017 5:02 pm

Lisanne hatte keine Scheu davor einen halbnackten Mann zu sehen. Als sie mit einer Schüssel Wasser und Tücher bei Farlan ankam, hatte dieser schon brav sein Hemd ausgezogen. Was sich hier zeigte war schon ungeheuerlich. Es schienen viele Verletzungen zu sein, einige älter und einige frisch. "Sagt mal. Ihr habt scheinbar keine Lust gehabt eure Verletzungen zu verarzten?" fragte sie mir sarkastisch als sie dieses Bild der Zerstörung sah.

Vorsichtig wusch sie seine Wunden rein und gleichzeitig auch ihn. "Ihr seid also vergeben. Wie schön...Wer ist die glückliche?" fragte sie lächelnd. Das war eine Standardfrage. Sie wusste ja nicht das es ein Mann war den er verehrte. Doch würde sie das überhaupt stören? Es ging sie außerdem überhaupt nichts an.

"Oh nein, ich lasse bestimmt nicht zu das ihr das Zimmer zahlt und dann mit Lacken am Boden haust. Ihr werdet bei mir liegen und fertig" sagte sie bestimmt. Nun hatte sie auch weniger Angst. Immerhin war er ja vergeben und außerdem sah er nicht wie ein Vergewaltiger aus. Das er aber so einiges schon hinter sich hatte, wusste Lisanne nicht. "Das eine gehört genäht" sagte sie zu einer Wunde an seiner Seite. "Wer ist bitte so auf euch los gegangen?" fragte sie, denn die Wunden waren wirklich schlimm. "Ihr könnt froh sein noch zu Leben. Wenn sich das entzündet, sieht es schlecht aus" Sie wirkte besorgt. Warum sie sich so viel Sorgen um einen Fremden machte, konnte sie nicht sagen

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BeitragThema: Re: Taverne   Mi Sep 06, 2017 10:22 pm

"Nicht wirklich.",gab er offen zu, da er außer seiner Schwester gegenüber kein wirkliches Vertrauen bei Heilern hatte. Ihre nächste Frage ließ sein Herz für wenige Sekunden aussetzen, diese Frage hatte befürchtet und er hasste sich dafür das er überhaupt erwähnt hatte, dass er in festen Händen war. Er hatte Angst wie sie reagieren könnte, schließlich war dies eine Art von Beziehung die bei vielen Entsetzen und Abscheu auslöste. Er überlegte eine Weile bevor er antwortete. "Man sollte eher fragen wer der glückliche ist.",sprach er im leisen Tonfall.
"Die Verletzungen sind die Folgen von Auseinandersetzungen die in Prügeleien endeten oder auch Straßenkämpfen." fuhr er fort und hoffte insgeheim das Lisanne nicht gehen würde. Als sie sagte, dass sie nicht zu lassen werde, dass er auf Laken schlief lächelte er wieder. "Ich nehme euer Angebot an." Sagte er und ließ sich weiter verarzten. Er hatte sich an Nadel und Faden gewöhnt und ließ die blonde Frau einfach machen. Farlan fuhr sich mit der Hand durch die gelockten Haare und blickte aus dem Fenster. Irgendwo da draußen war sein Leandor. Ein schweres Seufzen verlies seinen Mund. Farlan vermisste seinen Liebsten sehr und hoffte das es diesem gut ging. Er wollte gar nicht erst an das Gegenteil denken.

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BeitragThema: Re: Taverne   Do Sep 07, 2017 4:56 am

Lisanne sah auf. Farlan hatte ihre Fragestellung verändert und anstatt eines die ein der eingesetzt. Sie brauchte eine Weile bis sie drauf kam was er meinte, dann erstarrte sie kurz, was Farlan bestimmt spürte. Sie brauchte eine Weile damit ihr klar wurde was er da gerade gesagt hatte. Nach einiger Zeit arbeitete sie aber weiter und lächelte, was Farlan nicht sehen konnte. "Dann eben wer ist Der glückliche?" sagte sie erneut und lächelte ihn diesmal an als sie an ihm vorbei griff um eine Nadel und Faden zu nehmen.
Sie urteilte nicht über ihn. Außerdem war er so gütig mit ihr ein Zimmer zu teilen, was die meisten Leute nicht tun würden. Sie würde ihn nicht verurteilen, nicht deswegen. "Ihr solltet euch weniger Prügeln, sonst bleibt an eurem Körper nicht viel übrig für euren Geliebten" meinte Lisanne sanft lächelnd und machte sich daran einer der Wunden nach dem reinigen zu nähen. Langsam aber sicher sah Farlan Stück für Stück wieder wie ein Mensch aus und nicht wie ein zerhautes und zerschnittenes Stück Fleisch. Eine Wunde machte ihr Sorgen und bereitete dafür neben ihm eine Salbe aus einer gewissen Blume her. "Dies sollte eurer Wunde helfen. "

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BeitragThema: Re: Taverne   Do Sep 07, 2017 5:30 pm

"Leandor.",entgegnete Farlan immer noch mit leiser Stimme, als würden die Wände Ohren haben und jeden Moment einer hinein stürmen, ihn fassen und vor Gericht zerren wollen. Er nickte bei Lisannes Worten. "Ich bemühe mich." Und das versuchte er wirklich, nur manchmal ließ es sich nicht vermeiden. Auch versuchte er weniger starken Alkohol zu trinken, nur gelang ihm dies noch nicht so gut. Dafür war sein Wesen zu hitzig und reizbar.
Als Lisanne eine Salbe anfertigte musste er ungewollt bei ihren Worten lächeln. Sie erinnerte ihn sehr an seine ältere Schwester, welche auf grausame Art und Weise aus dem Leben gerissen worden war: Durch Mord. Farlan erinnerte sich noch an den Tag, wo ein Amira nach einem Besuch bei einem Patienten nicht mehr heimgekehrt war, er ihr nachgegangen war und sie schließlich im Sterben liegend auf der Straße gefunden hatte. Damals war Farlan so schnell er konnte mit seiner Schwester in den Armen zu den Häusern der Heilung geeilt und hatte dort nach Heilern gerufen. Doch jede Hilfe kam zu spät. Amira starb über Nacht an den Verletzungen. Noch nie hatte sich Farlan schlimmer gefühlt. Schuldgefühle hatten ihn zerfressen und er hatte binnen kürzester Zeit am Alkohol großen Gefallen gefunden. Immer weiter war er in den Abgrund abgerutscht, hatte sich von dem Leben auf der Straße leiten lassen. Immer mehr war sein altes Ich gestorben, Stück für Stück.
Bis Leandor in sein Leben getreten war und ihn aus dem Strudel heraus geholt und ihm gezeigt hatte das es noch wert war an etwas zu glauben und das Leben zu genießen. Farlan hatte in seiner Zeit auf der Straße vieles verloren. Und beinahe wäre er selbst ein Teil der Dunkelheit geworden, die ihn seit Amiras Tod umgab.

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BeitragThema: Re: Taverne   Fr Sep 08, 2017 12:35 pm

Lisanne kannte Farlan's Vergangenheit nicht und wusste auch nichts von dem tragischen Tot seiner Schwester und wie ähnlich sie ihr in manchen Gestiken war. Sie fertigte eine Salbe an während Farlan ihr den Namen seines Geliebten nannte. Leise wiederholte sie ihn und lächelte. "Ein richtig schöner Name. Ich hoffe wirklich ihr seht ihn bald wieder" sagte Lisanne ohne Vorurteile. Sie störte es nicht wenn Männer sich liebten oder Frauen. Jedem sollte das erlaubt sein was er will. Von daher war dies auch nicht tragisch das sie mit ihm nun das Bett teilen würde. Irgendwie sah sie in ihm einen Bruder den sie nie hatte. Aber vielleicht war auch das nur ein albernes Gefühl.
Lisanne strich die Salbe nun vorsichtig auf die entzündete Wunde. " Es könnte etwas brennen, aber danach wird es dir besser gehen" meinte sie lächelnd und trug jene Salbe großzügig auf. Dann stellte sie die Schale zur Seite und sah sich seinen restlichen Oberkörper an, ob noch eine Wunde nicht so toll verheilt wäre. Für einen Mann seines Alters hatte er Wunden als wäre er im Krieg gewesen. Dennoch half Lisanne ihn so gut sie eben konnte und wartete bis die Salbe ihre Wirkung zeigte ehe sie entschied ob auch diese Wunde genäht gehört oder nicht?
Lächelnd sah sie ihn von der Seite an und sah in diesem Moment seiner Schwester ähnlicher als sonst. Unbewusst ihrer Tat sah sie nun aus dem Fenster. "Wirkt die Salbe bereits?" fragte sie. Es könnte ja auch sein das er einfach hart im nehmen war.

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BeitragThema: Re: Taverne   Di Sep 12, 2017 7:38 pm

"Das hoffe ich auch." sagte er während er weiterhin den sich langsam verfärbenden Himmel betrachtete. Ein Nicken war die Antwort auf Lisannes Frage. Die Salbe tat ihre Wirkung, es brannte etwas aber davon ließ sich Farlan nichts anmerken. Nach einer Weile löste er den Blick vom dämmrigen Abendhimmel und sah wieder zu Lisanne. Die Art wie sie lächelte ließ ihn wieder an seine Schwester denken. Kurz blitzte etwas wie Traurigkeit in den eisblauen Augen auf, wenige Sekunden lag offenbarten die Seelenspiegel das was in ihm vor ging. Dieser Moment war jedoch schnell wieder vorüber. Der Name seiner Schwester war mit schwarzer, schon leicht verblasster Tinte auf seinem Unterarm verewigt worden. Darunter kaum noch zu erkennen war die Lieblingspflanze seiner Schwester zu sehen: Athelas. Amira hatte diese Pflanze geliebt und hatte einmal verkündet, dass sollte ihr Liebster jemals um ihre Hand anhalten und sollten sie einen Sohn bekommen würde sie diesen Athelas nennen. Natürlich war dies ein Scherz gewesen, wer benannte denn seine Kinder nach Pflanzen? Amiras Lachen war glockenhell und unbeschwert gewesen. Farlan erinnerte sich nur all zu gut daran. Ebenso an jede Schimpftirade von ihr wenn er wieder etwas demoliert nach Hause gekommen war.  Unbewusst strich er über die blassen Buchstaben auf seinem linken Unterarm. Amira und Lisanne hätten sich gewiss gut verstanden und sich jeden Tag über irgendwelche Heilkräuter und andere Dinge unterhalten, da war sich Farlan sicher. "Ihr scheint schon öfters Jemanden zugeflickt zu haben." Es war keine Frage, nein eher eine Feststellung, denn die Wunden waren gut vernäht, manch geschickter als so manch anderer Heiler. "Aber nicht nur das Nähen von Wunden scheint euch zu liegen." fuhr Farlan fort. Wohl hatten seine Augen die leicht verhornten Stellen an den Fingern gespürt, welche wohl vom Nähen stammten. Ebenso hatte er es gefühlt, wenn Lisannes Finger seine Haut berührt hatten.

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BeitragThema: Re: Taverne   Do Sep 14, 2017 7:17 pm

Konzentriert arbeitete Lisanne ans Farlan's Wunden, ehe dieser sie auf eine ungewöhnliche Art ansprach. Er sagte ihr das sie wohl öfters jemanden zusammenflickte und das sie wohl nicht nur das Nähen von Wunden beherrschte. Kurz zögerte sie auf jene Aussage und gab sogar kurz die Hände von Farlans Rücken weg. Sie sah auf die Ihren, was dazu führte das sie im Augenwinkel jene Bewegung von Farlan wahrnahm, welche gerade seinen linken Unterarm streichte. Leicht beugte sie sich rüber um zu sehen was er da machte, als sie etwas entdeckte. Es war etwas geschrieben, doch konnte sie es nicht ganz erkennen, da Farlan seine Finger im Weg hatte. Sie sagte nichts, beugte sich zurück und legte ihre Finger wieder an seinem Rücken zu Nadel und Faden um die letzten Stiche zu machen, ehe sie alles weg räumte. "Nun....Ich nähe seit meiner Kindheit. Ich hatte kein anderes Hobby als dieses. Es gab sonst keine Auswahl" sagte sie bezüglich ihrer Kunst.

Sie erhob sich und nahm die blutverschmierten Sachen mit und wusch sie ab. Das Tuch legte sie einfach weg, während sie die Nadel abwusch. Sie stand nun seitlich zu ihm. Innerlich biss sie jene Frage was an seinem Unterarm war. Lange hielt sie es aus, bis sie nicht mehr konnte. "Ich....Ich muss euch das einfach fragen....Was ist das auf euren Unterarm?" fragte sie nun direkt und sah ihn an. Sie stand immernoch leicht über die Schüssel mit Wasser gebeugt in welcher sie die Sachen wusch.

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BeitragThema: Re: Taverne   Sa Sep 16, 2017 4:19 pm

Er nickte verstehend und lächelte leicht bei Lisannes Frage löste er den Blick von dem blassen Schriftzug und sah zu der blonden Schönheit. "Es ist ein Schriftzug, der Name meiner Schwester." gab er Lisanne zur Antwort. Farlan unterdrückte ein Seufzen. "Sie hätte euch bestimmt sehr gemocht." Fuhr er fort und in seinem Blick lag nun etwas wehmütiges. Ein Schleier legte sich auf die eisblauen Seelenspiegel, verdeckte die kurzzeitig geweckte Lebensfreude. Der Schwarzhaarige versuchte die aufsteigende Trauer hinunter zu schlucken, sie zu ignorieren. So wie er es immer tat, der Mörder seiner Schwester war tot. Dies hatte Amira nicht zurück gebracht, die Tat ungeschehen gemacht. Farlan war für sein Vergehen eines Tages vor Gericht gekommen, bestraft für einen Rachefeldzug, welcher in seinen Augen mehr als berechtigt gewesen war. Dies war nun bereits  fünf Jahre, wenn nicht schon länger, her.

Jetzt war er hier und neben ihm eine Frau, die er erst seit einigen Stunden kannte, welche ihn aber bereits an seine Schwester erinnerte. Gedankenverloren fuhr sich Farlan durch das schwarze Haare und versuchte sich an einem Lächeln. Tief in seinem Inneren trauerte er noch immer um seine Schwester, er hatte nie damit aufgehört. Nur verdrängt und sich in die Welt von Alkohol und Drogen geflüchtet. Erfüllt von einer großen Wut, die in ihm wohnte. Jeden Tag geschürt wurde, dann und wann brach sie unkontrolliert aus ihm hervor. Er hoffte, dass ihm dies nie in Lisannes Anwesenheit passierte. Er wollte ihr nicht weh tun, sie nicht zum ungewollten Ziel seiner Wut machen.

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BeitragThema: Re: Taverne   Mo Sep 18, 2017 10:32 pm

Lisanne sah Farlan von der Seite aus an. Der Schriftzug war also der Name seiner Schwester. Farlan sprach in der Vergangeheit, sodass Lisanne darauf schloss das seine Schwester nicht mehr am Leben war. Auch seine Gestik sagte alles aus. Sie wusch sich die Hände ab und trocknete sie in ihrem Kleid, dann ging sie auf Farlan zu und setzte sich neben ihm ans Bett. "Wie?" fragte sie nur sanft und legte dann ganz vorsichtig, sodass Farlan auch fliehen konnte, einen Arm um seine Schultern, falls er sich anlehnen wollen würde. "Es tut mir so leid. Ich....ich kann dies nur halb nachvollziehen" sagte Lisanne und meinte damit ihre Mutter. Sie hoffte ganz inständig Farlan damit nicht zu nahe zu treten. Ihn zu beleidigen oder zu verletzen war das letzte was sie tun wollte.

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BeitragThema: Re: Taverne   Di Sep 19, 2017 11:29 pm

Eine Zeit lang sah Farlan Lisanne beim Waschen der Kleidung zu und bemerkte wohl ihre Reaktion auf seine Antwort, welche seine Schwester betraf. Ihre Augen wurden größer und er meinte etwas wie Mitleid oder Mitgefühl darin zu sehen. Eine natürliche Reaktion, die jeder Mensch zeigte. Farlan ließ zu das sich die Blonde neben ihm nieder ließ. Wie?, echote Lisannes Stimme in seinem Kopf. Farlan schwieg eine Weile bevor er antwortete. "Sie wurde ermordet. Ich hab nach ihr gesucht als sie von einem ihrer Patientenbesuche nicht wieder kam, sie war immer sehr pünktlich. Ich fand sie in einer Gasse. Sofort brachte ich sie in die Häuser der Heilung, doch jegliche Hilfe kam zu spät. Sie starb noch in der selben Nacht. " Sein Stimme  hatte einen rauen, melancholischen Klang angenommen. Erstickter Schmerz schwang in den Worten. Wie sehr hatte er um das Leben seiner Schwester gebangt und die Valar angefleht das sie ihm nicht Amira nehmen sollten. All sein Flehen hatte nichts genützt. Amira war nun dort, wo er ihr nicht hatte hin folgen können. Wieder senkte er den Blick und starrte auf den Namen seiner Schwester, unfähig Lisanne in die Augen zu sehen. "Und ich kam vor Gericht weil ich diese Tat gerächt habe..." murmelte er leise mehr zu sich selbst. Der Dúnedain spürte wie es in seinen Augen brannte und sich die aufkommende Trauer mit Wut vermischte. Mühsam hielt er sich unter Kontrolle, er wusste wo das endete, Leandor konnte ihn bei so etwas aufhalten. Der Halbelb kannte ihn inzwischen gut genug, aber Lisanne eher nicht. Angst gesellte sich nun dazu, die Angst der Person weh zu tun, die sich kurz zuvor um seine Verletzungen gekümmert hatte.

Der Sturm nahm in seinem Innern zu, wurde immer gewaltiger und Farlan drohte die Fassung zu verlieren. Wäre er allein gewesen hätte er sich Alkohol eingeflößt, Möbel wären zu Bruch gegangen. Aber er hätte Niemandem geschadet.

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BeitragThema: Re: Taverne   Mo Sep 25, 2017 6:34 pm

Lisanne ahnte von dem aufdrohenden Sturm in Farlans innerem nichts. Woher auch? Sie kannte ihn gerade mal 2 Stunden wenn es hochkam. Bedauernd sah sie ihn an. Es tat ihr so leid das er seine Schwester verloren hatte. Es war grausam jemanden zu verlieren, sie wusste es. Aber dann auch noch die Tatsache, dass er sie selbst fand und sie zu den heilenden Häusern brachte, war noch schlimmer. Er war dabei als sie starb. Einige würden das vielleicht als einen Segen oder Vorteil sehen, aber manchmal ist genau das das schlimmste. Einen Menschen den man liebte vor den eigenen Augen sterben zu sehen, zu sehen wie der Lebensatem aus ihm heraus tritt, ist eine Erfahrung die keiner machten sollte. Doch jene Erfahrung hatte Farlan gemacht.

Zusätzlich hatte er sich noch an die Täter gerächt und wurde dafür auch noch bestraft. Was für eine ungerechte Welt es doch war. Er hatte sie gerächt, mehr nicht. Diese Männer oder der Mann, würde es schon verdient haben. Seufzend schüttelte sie den Kopf. "Manchmal ist die Welt einfach zu den falschen Menschen grausam. Menschen die eigentlich nichts getan hatten und dafür büßen mussten" sagte sie leise und legte eine Hand auf Farlan's Schulter. Sie wusste nicht was sie damit auslösen würde und wie stark sein Sturm im inneren bereits tobte und drohte aus ihm herauszubrechen

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BeitragThema: Re: Taverne   Di Sep 26, 2017 10:01 pm

Farlan nickte bei Lisannes Worten. Sie hatte recht, die Welt war äußerst ungerecht. Mord mit Mord zu vergelten war gewiss nicht der richtige Weg gewesen, aber wer wusste das schon was richtig und was falsch war. Der Dúnedain spannte jeden einzelnen Muskel an um die Kontrolle über den Inneren Sturm zu wahren, schließlich wollte er Lisanne nicht weh tun. Am liebsten wäre er wieder runter gegangen und hätte sich etwas Alkohol geholt. Nur hatte er Leandor versprochen ein besserer Mensch zu werden, aber das war für Farlan nicht leicht. Nicht nach dem er so viel hatte durch machen müssen.
Er atmete ruhig ein und aus, versuchte sich dadurch zu kontrollieren. Nur wusste er nicht wie lange er seinem inneren Sturm noch stand halten konnte. Ihm war nicht wohl bei dem Gedanken Lisanne möglicherweise zu verletzen.
Farlan krallte die Hände in den Bettrand. Seine Augen verdunkelten sich leicht. Er war drauf und dran auf irgendwas einzuschlagen. "Ja, die Welt ist manchmal grausam."stimmte er Lisanne zu. Mehr oder weniger damit kämpfend Niemandem zu schaden.

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