Herr der Ringe - RPG

Ein Rollenspiel in Mittelerde.
 
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 Radagasts hütte

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BeitragThema: Re: Radagasts hütte    Mi Feb 04, 2015 4:53 pm

Vorsichtig beobachteten sie die Gruppe vor der Hütte. Obwohl die dunkle Frau gern alle dieser Wesen getötet hätte, musste sie einsehen das die Istari und die Elben zu stark waren, in ihrem jetzigen Zustand. Aber ein direkter Kampf war nicht die einzige Variante, seine Feinde zu vernichten. 
Mit einem letzten Blick auf ihre schwarz glänzente Klinge legte sie das Schwert bei Seite und sucht mit ihrem Geist nach einer Krähe. Es war Zeit ihre Kentnisse zu testen.
Bald von sie einen solchen grauen Vogel von dem es im Düsterwald nur so wimmelte, sie griff geistig nach dem Vogel. Sie musste ihn nicht kontrollieren, wie sie feststellen musste, sondern musste sie nur anstacheln. Das Tier hatte bereits begierige Blicke auf geschwächten Mitglieder der Gruppe geworfen. So, war es keine Schwierigkeit den Vogel dazu zu bringen sich auf einem der Äste des Haus durchdringenden Baumes nieder zulassen. 

Von dort starrte sie eine Weile auf die Reisegruppe bis sie sich etwas tiefer im Baum niederlies. Hunger und Blutgier erfüllten den Vogel, der freudig aufzuschreien begann. Er machte Lärm und schüttelte sich und blickte gierig auf die geschwächten Teile der Gruppe hinunter. Wie geplant dauerte es nicht lange bis das Geschrei des Tiers seine Nahverwandten anlockte. Zuerst nährten sich nur einzelne Tiere. Eine Gruppe schwarzer Dohlen lies sich auf einem Baum nahe der Hütte nieder und fasste die Elben ins Auge. Bald stimmten sie käckernd in den Lärm der Krähe ein. Es folgten Raben und Häre. Je mehr Vögel sich an der potentiellen Beute versammelten, desto lauter wurde das Freudengeschrei über die Beute und das lockte noch mehr von ihnen an. Sie putschten sich gegenseitig immer höher im ihrem Blutdurst, ihrer Gier und ihrem Hunger, sodass Laimwe sie nur leicht unterstützen musste. Bald war die Lichtung von Geschrei und dem Geräusch schlagender Flügel erfüllt. Die Bäume waren dicht besetzt mit Raben, Elstern, Hären, Dohlen allerlei Arten von Krähen und sogar einige Crebain aus dem Dunland besetzten die Bäume. Unruhig kreisten sie auch in Wolken über der Hütte und wechselten Häufig ihren Baum. Der Schwarm war geladen und eine falsche Handlung würde seinen Blutdurst entladen. Die mutigeren unter den Vögeln setzten bereits zu Flügen auf Kopfhöhe an und versuchten die Reisenden zu überfallen. Ihr Lärm erfüllte die Lichtung mit unruhe und das Licht das durch die Bäume stieß, wich ständig unruhig dem Schatten der Vögel. 

Übertönt vom Lärm der Vögel schlichen sich sechs Wargen von zwei Seiten an die Hütte. Waffen wurden gezogen, Pfeile eingelegt. Nicht lange und  der Sturm würde beginnen.
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BeitragThema: Re: Radagasts hütte    Do Feb 05, 2015 4:53 pm

Zufrieden konnte Thranduil beobachten wie der Elb seinen Pfeil im Köcher verschwinden liess. Zwar wollte sein Gegenüber ihn damit nicht angreifen, doch war der gezogene Bogen ein Zeichen. Ein Zeichen, das Thranduil nicht gefiel. Deshalb war er umso zufriedener, als der Elb nachgab und den Pfeil verschwinden liess. 
Dass sich der Elb mit zwei Namen vorstellte, liess Thranduil seine linke Augenbraue hochziehen. So ganz sicher, welcher der beiden Namen von dem Elben bevorzugt werden würde, war er sich nicht, allerdings dachte er sich, dass der Zweite Name eine Art Verbesserung war und er somit Faerlon genannt werden wollte. Obwohl ihm Faerlon mittlerweile etwas sympathischer als am Anfang war, kein Wunder er hatte ja auch den Bogen gezogen gehabt, so erntete er doch erst einmal einen skeptischen Blick vom Elbenkönig. Zwar war der Elb wohl auf der gleichen Seite wie Thranduil, doch so richtig schlau wurde er nicht aus ihm. "Thranduil", nannte der Elbenkönig auch seinen Namen. Normalerweise war dies nicht nötig, denn jeder, dem er begegnete, kannte seinen Namen, aber Faerlon schien anscheinend eine Ausnahme zu sein.

Als er meinte, er solle vorangehen, drehte sich Thranduil um, blieb jedoch plötzlich mitten in der Bewegung stehen. Hatte er ihn gerade wirklich mit Tiron angeredet? Erst sah er Farlon überrascht an, setzte dann aber ein schwaches Lächeln auf. Ob Faerlon ihn wirklich für jemanden hielt, der anleitete oder dies nur aus Höflichkeit sagte, war er sich nicht ganz sicher, auch wenn ihm erstere Variante wesentlich besser gefiel. Er fuhr mit seiner Bewegung fort. Als er mit dem Rücken zu Faerlon stand, konnte er sich allerdings ein zufriedenes Grinsen nicht verkneifen. Er hatte es geschafft, dass sich ihm Faerlon unterordnete. Ob dies ernst und langfristig wäre, wagte er zu bezweifeln, aber er war dennoch zufrieden, denn er hatte das geschafft, was er beabsichtigt hatte. 
Kaum hatte er zwei Schritte gemacht, blieb er wieder stehen. Sie waren nicht alleine hier im Wald, etwas Dunkles hatte sich nicht allzu weit von ihnen niedergelassen. Gerade das hatte ihnen auch noch gefehlt. Er drehte sich um und verdrehte die Augen. Faerlon musste die Dunkelheit auch bemerkt haben und einen Moment lange dachte Thranduil nach, ob er darauf reagieren sollte. Er entschied sich dagegen und drehte sich wieder um. 

Thranduil hatte sich heute ziemlich geduldig gezeigt, doch irgendwann ist die Geduld eines jeden zu Ende. Dieser Punkt kam nun, als sich immer mehr Vögel bei der Hütte auf den Bäumen nieder liessen. Nicht dass er schon genug Probleme hatte, nein nun musste ihn auch irgendein Nachwuchszauberer nerven. "Ich habe kein Zeit für solche Kinderspiele", bemerkte er genervt und setzte seinen Weg zu Radagasts Haustür fort. Es war unübersehbar, dass Thranduil das Ganze nicht wirklich ernst nahm. Er hatte momentan auch wesentlich grössere Probleme, dennoch durfte er die Gefahr nichts unterschätzen, aber erst einmal wäre es besser, wenn sie zurück zu den anderen gehen würden. Unterwegs flogen auch einige Vögel ziemlich knapp an seinem Kopf vorbei, wovon er sich allerdings nicht beirren liess. An der Tür angekommen riss er diese auf und schloss sie dann hinter Faerlon mit einem lauten Knall wieder. 
Er sah in die Runde und es schien sich seit seinem Abgang ziemlich kaum etwas verändert zu haben. "Wie ihr seht, haben wir Besuch bekommen. Besuch eines Freundes", sagte er und machte eine Pause, wobei er zu Faerlon sah. Wahrscheinlich würde sich dieser etwas wundern, dass er ihn als Freund bezeichnen würde, aber in der momentanen Situation war er ja schliesslich auf ihrer Seite. Dann entfernte er sich von Faerlon und lief zum Fenster. "Und Besuch eines Feindes", fuhr er fort, wobei er an das Fenster klopfte. "Ich denke, unsere Besucher da draussen sind auf Konfrontation aus und davon wird sie wohl wenig abbringen", fuhr er fort und sah dabei fragend in die Runde. Vielleicht würde jemand etwas über den wissen, der hinter dem Ganzen steckte. Besonders Gandalf hatte er dabei im Blick, denn dieser hatte mit solchen Angelegenheiten wesentlich öfters zu tun als Thranduil selbst.
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BeitragThema: Re: Radagasts hütte    Do Feb 05, 2015 5:33 pm

Es war der Schlag jener Tür, die eine kleine Gruppe der finsteresten Crebain der Gruppe in Rage versetzte. Sie verließen Schreiend ihren Baum und stürtzten sich herunter. Die begannen die Hütte zu attackieren, einer schlug gegen die Scheibe aus der der Elbenkönig blickte. Innerhalb von Sekunden brach die Hölle los.
Alles stürzte von den Bäumen und flog gegen Fenster hackte und kratzte am Doch und schrien als wer der Teufel los. Krähen krochen durch Löcher im Dach ins Inneren und griffen die Versteckten Elben und Istari an. Einige Raben brachen eines der Fenster und gemeinsam mit den Crebain folgten sie dem Beispiel der Krähen. Kaum floß das erste Blut wurden Geschrei und Lärm lauter. Immer mehr Vögel folgten hungrig in die Hütte und immer mehr Fenster gingen zu Bruch.  Die Wargreiter gingen sehr nahe der Hütte in Stellung und warteten auf den Ausgang das Kampfes.
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BeitragThema: Re: Radagasts hütte    Sa Feb 07, 2015 1:21 pm

Hinter dem Begriff “Tiron” steckte mehr. Faerlon hatte diesen Titel einst selbst getragen und gab in diesem Moment die Verantwortung, die er mit sich brachte, an Thranduil weiter. Der Name des Elbenfürsten war ihm nicht unbekannt, aber es war lange her, dass er sich wirklich aktiv damit beschäftigt hatte.

Die gesamte Vogelmeute nahm der antike Elb äußerlich gelassen hin, wenngleich er sich einer gewissen Besorgnis nicht erwehren konnte. Der Einsatz von Vögeln war traditionell auf Späherrollen, Plänkel- oder Ablenktaktiken begrenzt. Wurde bedacht, dass der Wald selbst unter Krankheit litt und sich hier keine große Armee befand, die bearbeitet werden musste, fielen die Geplänkel aus den Möglichkeiten. Die Menge der Vögel machte sie Späher zwar möglich, aber ineffektiv; somit schloss Faerlon auf eine Ablenkung. Das war natürlich ärgerlich, weil damit ein Gefecht bevorstand, aber auf der anderen Seite behinderten diese Vögel nicht nur die Verteidiger, sondern auch potenzielle Angreifer.

Für die Insassen der kleinen Hütte würde es wahrscheinlich für einen kurzen Moment so aussehen, als würde Thranduil einen lang verschollenen Bruder seiner selbst vorstellen. Äußerlich sahen sie sich wirklich nicht unähnlich: Langes, silberblondes Haar, stattliche Statur, sogar von den Gesichtszügen her war eine Ähnlichkeit festzustellen. Auch war beider Contenance ruhig und gelassen in Anbetracht der drohenden Gefahr, beide strahlten in geschmeidigen Bewegungen Macht und Erfahrung aus. Doch sowohl in Kleidung als auch von den Persönlichkeiten her konnten die beiden verschiedener nicht sein. Faerlons Kleidung machte sogar im Vergleich zum Elbenfürsten einen abgerissenen und ärmlichen Eindruck.

Dass er als „Freund“ bezeichnet wurde, empfand der alte Elb übrigens eher als praktisch. Es war einfacher, einen Freund vorzustellen als einen „für den Augenblick Allierten“ oder „Bekannten“. Es verkürzte die Zeit der Vorstellung erheblich, zumal der Altmeister tatsächlich weder eine Gefahr für die Gruppe darstellte, noch sich in irgendeiner Weise davon abhalten lassen würde, diese zu unterstützen.

Kurz nahm Faerlon die Insassen in der Hütte in Augenschein, sah Istari und eine Verletzte, was ihn zu der Annahme führte, dass die Angreifer entweder sehr zahlreich sein mussten oder verrückt waren. Ernsthaft, wer griff die Hütte eines Zauberers freiwillig an und glaubte, dies überleben zu können? Allerdings war die Hütte nicht wirklich für den Kampf geeignet; zu eng. Zu klein. Es würde schwierig sein, hier zu manövrieren. Um den Bogen effektiv zu nutzen war schlicht und ergreifend zu wenig Platz, und selbst mit dem Schwert konnte es je nach Anzahl der Kombattanten Probleme geben. Am liebsten hätte sich Faerlon eben gar nicht innerhalb der Hütte zum Kampf gestellt; zum einen waren da die Platzgründe, zum anderen gab es immer noch die Möglichkeit, dass die Angreifer ihnen die Hütte einfach anzündeten. Aber Thranduil hatte gesprochen, somit zog der alte Elb sein Schwert und positionierte sich taktisch günstig, gerade rechtzeitig, um die Vogelplage kommen zu sehen und zu handeln. 

Grüßen hatte er übrigens vergessen.
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BeitragThema: Re: Radagasts hütte    Mo März 02, 2015 9:52 pm

<-- Acharnrâds Palast
Thorinarada war nicht lange geritten, doch hatte der Ritt dennoch an ihren Kräften gezehrt. Es schneite immernoch und ihr Mantel nahm das Wasser auf. Er hing ihr viel zu schwer am Körper. Níras Hufe schienen sich auch nur noch schwerlich über den Boden zu schleppen. Keiner von beiden hatte sonderlich Lust auf diesen späten Winter. Heute müsste es der 28. Februar sein, in etwa... Aragorn würde bald Geburtstag haben. Und sie ebenfalls. 97 Jahre... das war ein Alter das Thorinarada nie zu erreichen gedacht hatte. Vor allem nicht nach all den Schlachten und Risiken die sie eingegangen war und letztentlich hatte sie dieses Alter ja auch nicht selbst erreicht. Aber sie war hier und das zählte.
Der Düsterwald ragte vor ihr auf und Nyla ließ ihr geliebtes Pferd etwas langsamer laufen. Sie wollte heute mal auf dem Weg bleiben, ausnahmsweise. Doch dafür würde sie viel Aufmerksamkeit brauchen. Allein um Níra dazuzubringen auf das zu hören was sie befahl und nicht ihren eigenen Weg zu gehen. Sie passte ziemlich gut auf, doch nach einiger Zeit ließ sie etwas nach. Sie dachte an Thilia. Oh Thilia... wie gern Thorinarada jetzt umdrehen würde, nur um Thilia zu sagen wie sehr sie sie liebte und sie war sich nicht sicher ob es noch gesund war, was sie für Thilia empfand. Sie war zurück gekommen wegen Thilia. Allein wegen Thilia, das realisierte sie mittlerweile. Sie schüttelte den Kopf um den Gedanken an Thilia abzuschütteln, als sie bemerkte das sie schon wieder mitten im Wald war.
"Níra!", knurrte sie und stöhnte genervt. Sie fasste es nicht, dass das schon wieder passiert war! Jedes mal verirrten sie sich! Letztesmal hatte es fast einen ganzen Tag gedauert wieder einen Weg hinaus zu finden und diesmal wollte sie wirklich nicht über Dol Guldur reisen.
Die ganze Dunkelheit im Wald war der ehemaligen Königin jetzt schon zuviel. Die Blätter und Bäume schienen bösartig zu flüstern und selbst die Vögel schienen dunkle Worte zu sprechen. Moment!
Moment, Moment. Das war keine Einbildung.
Die Vögel waren wirklich aufgebracht. Sie waren wütend, bösartig, aggressiv. Thorinarada sah verwirrt zu den Baumwipfeln. Dann entschloss sie sich den Vögeln zu folgen. Sie ließ Níra den Tieren hinterherlaufen und fand bald eine Hütte. Eine Holzhütte die ihr ziemlich bekannt vorkam, auch wenn Nyla nicht wusste woher. König Thranduil verschwand grade darin mit einem fremden Elben.
Wenige Sekunden später zischten die Vögel hinab und attackierten das Haus. Thorinarada wusste nicht was sie tun sollte. Sich umdrehen und wegreiten? Feige. Nenya einsetzten? Ziemlich riskant. Mit Orcrist kämpfen? Sinnlos.

___________________________________________
Oh, misty eye of the mountain below
Keep careful watch of my brothers' souls
And should the sky be filled with fire and smoke
Keep watching over Durin's son


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BeitragThema: Re: Radagasts hütte    Fr März 06, 2015 7:44 pm

Kaum hatte Thranduil das letzte seiner Worte ausgesprochen, wurde die Hütte von dem Zerbrechen des Fensters neben dem Elbenkönig erschütterte. Dieses Schauspiel wiederholte sich einige Male und immer mehr Vögel füllten die Hütte des Zauberers. Die Vögel beliessen es jedoch nicht beim zerstören der Fenster, sondern griffen gezielt die Personen im inneren der Hütte an. Genervt schlug er mit seinem Schwert nach den Vögeln, die es wagten, sich dem Elbenkönig zu nähern. Nicht so, wie man einen Feind abwehren würde, sondern eher wie man nach lästigen Fliegen schlagen würde. Und genau das waren die Vögel in Thranduils Augen: Lästige Fliegen, nichts anderes. Man brauchte kein besonders guter Leser der Körpersprache zu sein, um festzustellen, dass der König die Bedrohung nicht wirklich ernst nahm. Wahrscheinlich nahm er das ganze doch etwas zu locker, denn die Vögel waren nicht ungefährlich und wenn sie sich zusammen auf ihn Stürzen würden, hätte er wohl Mühe die Vögel abzuwehren. Dennoch war dieser Angriff der Vögel ein vergleichsweise kleines Übel, wenn man bedachte, mit was für Problemen Thranduil sonst noch zu kämpfen hatte. 
"Wenn jemand unsere Aufmerksamkeit will, dann soll er sie haben", knurrte er, während er wieder in Richtung Ausgang des Hauses lief. Wie er jetzt feststellen musste, war es eine schlechte Idee gewesen hier rein zu kommen. Der Raum war nämlich denkbar ungeeignet für einen Kampf, ausserdem konnten sie von hier drinnen nicht viel handeln. Andererseits mussten sie auch wieder zu den anderen kommen und Faerlon musste kurz als Verbündeter vorgestellt werden. Dass man ihm dies als Unentschlossenheit oder Führungsschwäche anhängen konnte war ihm in diesem Moment herzlich egal. Wer auch hinter dem allen steckte, sollte sich nur zeigen, aber so wie Thranduil die Feinde einschätzte, versteckten sich diese gerne feige hinter ihrem Gefolge, wenn man bei diesen Vögeln überhaupt von einem Gefolge sprechen konnte. Es war nicht einfach nach draussen zu gelangen, denn die Vögel setzten alles daran, sie so gut zu stören, wie so konnte. Schliesslich schaffte er es jedoch sich nach draussen durch zu kämpfen und fluchte er leise vor sich hin. "Bei diesem Lärm wird es nicht lange dauern, bis der ganze Wald hierher gefunden hat", bemerkte er, während er nur noch knapp einem der Raben ausweichen konnte, wobei er allerdings noch zusätzlich den Kopf schüttelte.

Draussen fiel sein Blick jedoch plötzlich auf eine alte Bekannte von ihm. Thorinarada. Besonders erfreut war er nicht sie zu sehen, mochte er sie doch gleich wenig wie ihren Vater. Ein wenig fragte er sich, was sie hier suchte. Die fehlende Sympathie beruhte nämlich auf Gegenseitigkeit und sie vermied es normalerweise wohl auch durch den Düsterwald zu reiten.
Er wurde erneut durch einen Vogel abgelenkt. Er musste sich nun auf die Angreifer konzentrieren, weshalb er Thorinarada einfach höflich zunickte. Es war eine Einladung mitzumachen, nicht besonders freundlich, sondern einfach höflich, so wie es sich gehörte. Sie gehörte nicht zu den Personen, die einfach feige wegrennen würde, zumindest dachte Thranduil das.
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BeitragThema: Re: Radagasts hütte    So März 08, 2015 11:35 am

Faerlon trat der Sache vergleichsweise gelassen gegenüber. Natürlich waren diese Vögel eher ein Ärgernis als alles andere, und natürlich waren sie mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Ablenkung. Sich neu zu positionieren und eine bessere Position für ein mit Sicherheit anstehendes Gefecht zu suchen war nur logisch. Auf lange Sicht gesehen konnte allerdings, wer auch immer es sich in den Kopf gesetzt hatte, die Hütte eines Zauberers anzugreifen, nicht gewinnen, wenn er nicht gerade eine Armee dabei hatte – und die wäre in diesen Wäldern mit Sicherheit aufgefallen.

Letzten Endes war der Ausgang dieses Gefechts, sofern jedermann den Kopf auf den Schultern behielt, bereits entschieden. Ergo gab es keinen Grund, sich über Führungsqualitäten, Neuankömmlinge oder diese Vögel aufzuregen. Mit geübten Bewegungen schlug der Seelenmeister zwar nach jenen, als er sich in Richtung Ausgang bewegte, um sich außerhalb der Hütte besser zu positionieren, aber würde er letztendlich deswegen die Ruhe verlieren? Nicht wirklich. Ernsthaften Schaden anrichten konnten diese Vögel sowieso nicht, wenn die Verletzte in der Hütte anständig bewacht wurde. Aber Radagast würde hinterher eine Menge aufzuräumen haben.

Wie bereits durch kurze Einblicke durch Fenster erhascht stellte sich heraus, dass es einen weiteren Neuankömmling an der Lichtung zu der Hütte des Zauberers gab – nichts Geringeres als eine Zwergin. Mehr konnte der Altmeister in diesem Moment nicht herausfinden, da er sie nicht in einer Situation traf, in der er wirklich Zeit hatte, sie einzuschätzen, noch sprangen irgendwelche definierenden Charakteristika ins Auge. Er nickte ihr lediglich höflich zu, nahm sie aber für's erste aus der Rechnung des anstehenden Gefechts – und es gab keinen Zweifel, dass es eins geben würde. Vögel waren ganz offensichtlich Ablenkung, Verteidigung war also eine taktische Notwendigkeit – herauszunehmen.

Es war allerdings unsinnig, auf diesen Umstand nochmal hinzuweisen. Jeder auf dieser Lichtung wusste um die Gefahr. Ergo positionierte sich Faerlon einfach strategisch günstig, vorzugsweise Thranduils Flanke deckend. Was auch immer er persönlich von Königen oder Thranduil im speziellen hielt, das war immerhin ein Elbenfürst. Die waren nicht so leicht zu ersetzen und sollten, wenn es ging, möglichst unbeschädigt bleiben.
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Ithiliel
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BeitragThema: Re: Radagasts hütte    Fr März 20, 2015 5:23 pm

Awyra hatte ebenfalls alles mitbekommen, aber es dauerte bis sie reagierte, denn ihr Blick war vorallem erstmals auf ihren Vater gerichtet der die verletzte Elbin immer mit einem eigenen Blick ansah. Sie wollte den Blick versuchen zu deuten, doch als sie meinte sie komme dem Ziel näher, klirrte das Glas und Vögel griffen sie an. Thranduil und ein anderer Elb den Awyra nicht kannte hatten sich schon daran gemacht die Vögel zu vertreiben. Auch Awyra zog ihre beiden Zwillingsschwerter und griff die Vögel an die meinten ihren Vater angreifen zu müssen, doch alle konnte sie nicht aufhalten. Ab und zu kamen einige Vögel durch und wollten sich aufs leichteste Opfer stürzen und das war nun mal Ithiliel, welche neben Glorfindel lag. Immer und immer wieder schlug Awyra auf die Vögel ein, doch sie schienen nicht weniger zu werden. Einer dieser dummen Viecher traf sie an der Wange und hinterließ einen blutigen Kratzer, dieser Vogel aber bezahlte mit seinen Leben für dieses Vergehen. Awyra kämpfte sich durch zu Thranduil. "Mein Herr, was sollen wir tun? Hier drinnen sind wir im Nachteil" Sie kämpfte nun an seiner Seite weiter, war aber bedacht auf ihren Vater zu achten der endlich auch alles mitbekam.

Ithiliel bekam nicht viel mit, ab und zu ein Schmerz durchfuhr sie. Ihr Blick war aber verschwommen. Irgendetwas flatterte herum und auch die Flügelschläge konnte sie hören. Sie versuchte sich zu konzentrieren, doch es fiel ihr noch schwer, sie konnte sie nur hören, so schloss sie die Augen um den anderen Sinn zu verbessern.

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BeitragThema: Re: Radagasts hütte    Fr März 20, 2015 9:02 pm

Plötzlich war ein Tumult im Hause. Schwarze Krähen stürzten durch das Fenster und versuchten die Anwesenden hier zu attackieren. Es war ein fürchterliches Durcheinander natürlich hatten es diese Mistviecher auf die Schwächen der Gruppe abgesehen. Dies waren zu diesem Zeitpunkt Ithiliel und der First aus dem Haus der goldenen Blume welche sich um sie kümmerte. Seine Tochter hatte sich bereits ins Getümmel gestürzt und machte einigen Federviecher den Gar aus. Doch noch immer flutet die Vögel das kleine windschiefe Häuschen. Und so sah sich der Elb in der Pflicht seine Waffen zu zücken und diesen ungebetenen Gästen ihre dreckigen Schnäbel zu polieren. Doch mit dem Schwertgefruchtel kam er in dieser Enge nicht weit.  Immer aggressiver gingen die Viecher auf ihn los, sodass er sein Heil in der Flucht suchen musste. Er bahnte sich einen Weg zurück zu der verletzten Elbin und trug sie auf Händen hinaus. Mit seinem Mantel wehrte er die pickenden Vögel ab die ihn konsequent verfolgten um an das frische junge Fleisch der Verletzten heranzukommen.   Draußen angekommen hörte er nur noch ein zischen und einen ohrenbetäubenden Lärm die windschiefe Hütte des Zauberer war in die Luft geflogen. Doch alle waren heil herausgekommen was war passiert?

Natürlich war der weiße Zauberer nicht untätig geblieben als die Vögel durch das Fenster stürzten schnell hat er den Befehl gegeben die Verletzten in Sicherheit zu bringen und nichts wie raus aus der Hütte denn zum Kämpfen war dies wirklich kein guter Ort, zumal ich auch einige Dinge standen die durchaus zu einer verheerende Katastrophe führen könnten. Doch als der Schwarm von Vögel nicht abreißen wollte mit dem alten Zauberer wohl nichts anderes übrig als einen seiner berühmten Feuerzauber zu sprechen natürlich hatte er nicht unbedingt die Absicht dass etwas geschehen möge doch ein Funke des Zauberfeuers um die Mistviecher zu vertreiben traf auch die Tränke seines Kollegen Radagast dies gab ein hübsches Feuerwerk am Himmel und das Dach des Hauses hatte der Teufel geholt denn es war einfach mit der Rauchwolke in die Luft gestiegen aus der sich nun das bunteste Feuerwerk das man sich vorstellen konnte erhob es zischte und krachte hier und da kriegte es sogar. Das klirren von zerbrochenen Glas war zu hören und ein Splitter Regen reagierte auf die Vögel herab durchbohrte einige und nagelt es sie auf der Erde fest. Natürlich blieben auch unsere Helden nicht gerade unverletzt denn hier und da waren Schnittwunden des Glases zu sehen zwar schützte die Rüstung der Beteiligten vor schwereren Verletzungen. Und einer der Dachbalken die aus dem Himmel niedergeschossen kam fiel den braunen Zauberer auf den Kopf das gab eine hübsche Beule und eine tiefe Platzwunde welche sofort notdürftig versorgt wurde. Damit hatte Gandalf nicht gerechnet.  Manche der Holzprügel trafen sogar einige der Wargreiter  und Knüppele die diese zu Tode eine schöne Bescherung war geschehen...

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BeitragThema: Re: Radagasts hütte    Sa März 21, 2015 12:52 pm

(Ich nehme das Mal als mein Stichwort Smile)
Die Frau schätze sich mit ihrem Mantel vor den herniederkommenden Splittern. Als sie sah wie der braune Zauberer zu Boden ging (?), lachte sie. Trotz das einige ihrer Leute auch getroffen wurden sah sie den perfekten Zeitpunkt für ihren Angriff gekommen.
Sie winkte einen der Reiter und zog ein bronzenes Horn von seinem Sattel. Der Ton hallte tief und zitternd über die Lichtung und verteilte den Kampfeslärm, noch weiter im Wald. Wenn sie Glück hatte würde der Plan gelingen und der Lärm die gewünschten Wesen anlocken. 
Von drei Seiten stürmten nun ihre ungefähr dreißig Begleiter auf die Gruppe um die rauchende Ruine herum zu. 
Sie hatte ihre Begleiter gut gewählt und so führte sie ein gutes Gemisch von Menschen an. Einige Ostlinge, ebenso riesig wie breit, mit eisenbeschlagenen Keulen und breiten Streitäxten, Haradrimschützen, welche die Elben und Istari vom Wargrücken aus beschossen, eisengewandete Söldner aus Umbar und Gondor, welche von ihren Wargen stiegen und mit Breitschwertern zu Fuss kämpften und hagere Dunländer mit Spiesen und Beilen. 
Der Lärm schwoll an und die Luft war erfüllt von hardrischen Kriegsgesängen, dunländischen Flüchen und dem Heulen und Brüllen der Wargen. Vermischt mit dem Lärm der Vögel war es ohrenbetäubend und weit im Wald hörbar. 
Noch kämpften nicht alle aus ihrer Gruppe. Einige Feiglinge verstecken sich noch unter den Bäumen, die immer noch herabregnenten Trümmer fürchtend. Sie schnaubte verächtlich und ihr Schnauben ging in ein grimmiges Lachen über, als sie ihre schwarze Klinge zog und sich auf einen der Elben (Faerlon) stürzte.
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BeitragThema: Re: Radagasts hütte    Sa März 21, 2015 3:08 pm

Es war unglücklich, dass die dunkle Frau sich ausgerechnet Faerlon als Ziel ausgesucht hatte. Aber dann musste man sich auch die Frage stellen: Wen sonst hätte sie angreifen können? Thranduil, einen Elbenfürsten? Den Mann, den man auch als den Balrogtöter kannte? Einen der Istari? A propos Istari: Der Grauweiße war definitiv wahnsinnig. Einfach Gebräu anzuzünden und eine Explosion zu verursachen war W-A-H-N-S-I-N-N-I-G.

Die Explosion hatte übrigens seine gewünschte Wirkung. Sie riss Faerlon, der nun wirklich mit allem gerechnet hatte außer mit „Feuerwerk“, tatsächlich für einen Augenblick von den Füßen, und in Ermanglung einer Rüstung trafen lästige Splitter ihn am Rücken. Dies würden erst mit mit der Zeit ernsthafte Verletzungen werden, falls diese nicht baldmöglichst versorgt wurden. Er hatte auch einem herabstürzenden Balken auszuweichen, fand sich aber rasch auf den Füßen wieder, Adrenalin sei Dank, welches ihn für den Moment auch die kleineren Verletzungen im Rückenbereich ignorieren ließen. Als er sich neu orientierte, musste er feststellen, dass tatsächlich gerade eine militärisch organisierte Einheit angriff. Das war schon in Ordnung. Damit konnte man umgehen.


Kommen wir zu dem Punkt, an dem Laimwë den Fehler machte, ausgerechnet ihn anzugreifen. Er blutete zwar nicht offensichtlich, aber er war ärmlich gekleidet und ungerüstet, hatte zwar ein Langschwert gezogen, konnte allerdings taktische Überlegenheit eines Bogens nicht ausnutzen. Empirisch gesehen wählte die dunkle Frau sehr logisch, indem sie den augenscheinlich am schlechtesten ausgerüsteten und damit das „schwächste Glied“ in der Kette angriff.

Es gab nur ein Problem an diesem Gedankengang: Sie konnte nicht wissen, dass es sich bei Faerlon um einen Mann handelte, der schon vor dem ersten Sonnengang als Schwertmeister bezeichnet worden war und vom Alter her Thranduils Vater hätte sein können. Mehr noch, der antike Elb kannte den Fluss von Kampf und Krieg, er hatte die entsprechenden Instinkte entwickelt und wusste, wie man sich sowohl als Soldat als auch als Taktiker verhielt. Es brauchte für ihn nur den Bruchteil einer Sekunde um das Kampffeld einzuschätzen, weil es das war, was er für gewöhnlich tat: Situationen und Personen einschätzen.

Zum war da der Angriff an und für sich, der weniger organisiert war, als sich das die dunkle Anführerin vielleicht vorstellte. Diese Einheit aus Reitern, obschon sehr mobil, konnte ihre größte Stärke, namentlich die Mobilität, aufgrund des dichten Waldes nicht optimal nutzen. Wenn die Gruppe aus Elben nur halbwegs Sinn besaß, so würde eine reaktive Strategie, die damit begann, dass sich die Gruppe eingrub, recht gut anpassen können. Diese gestörte Mobilität machte auch die berittenen Schützen, die ohnehin schon Genauigkeit für Geschwindigkeit eintauschten, noch weniger akkurat.

Weiterhin war da die Explosion, die den Anwesenden wahrscheinlich in den Ohren klingelte. Warge waren noch viel empfindlicher, was laute Geräusche anging, und so war davon auszugehen, dass einige Reittiere sich möglicherweise nicht ganz dem Willen ihrer Reiter fügten.

Weiterhin demonstrierte Laimwë ihre Autorität und Führungskraft, indem sie ganz offensichtlich das Horn bediente und sich auch nicht darum scherte, ob sie als Anführerin dieses Trupps identifiziert wurde.

Diese Gedankengänge mögen komplex erscheinen, aber diese Erkenntnisse konnten blitzschnell und in Gedankenschnelle gewonnen werden, wenn man nur genügend Scharmützel überstanden hatte – und wenn Faerlon etwas kannte, dann waren es Krieg und Scharmützel. Reiter nicht maximal effektiv, Warges Ohren gestört, Anführerin ist die da, mein Rücken piekst. Simpel, wirklich.

Als die dunkle Frau also mit erhobenem Schwert auf Faerlon zuritt, war dieser sich nicht nur seiner Umgebung und der taktischen Position des Schlachtfeldes sehr bewusst, sein Körper handelte auch instinktiv, eine Verteidigungshaltung annehmend bevor er überhaupt den Gedanken fassen konnte. Gegen berittene Gegner waren Speere zwar effektiver, aber ein Schwert musste genügen. Die Wahrheit war auch, dass er schon viele Menschen wie Laimwë gesehen hatte: Trunken an Macht und Blut, wunderschön, lebendig, absolut übergeschnappt und den Schatten vollkommen verfallen. Schwertschwingend, krakeelend und ihn töten wollend war auch nicht neu. Am liebsten hätte er sich mit ihr auf ein Tässchen Tee zusammengesetzt und ein wenig Philosophie mit ihr diskutiert. Aber Barbarei war Barbarei.
Er brauchte nicht darüber nachdenken, um zu wissen, dass er sie nicht töten oder verletzen brauchte. Er musste sie nur besiegen, was hieß, dass er sie nur von ihrem Reittier herunterholen musste, um diesen Angriff zu desorganisieren. Das hieß, dass er nicht beiseite sprang als sie ihn anzugreifen suchte, nein, er begegnete ihrem Angriff, versuchte diesen zu parieren und sie schlichtweg von ihrem Warg zu ziehen. Die Tatsache, dass sie ihn lieber mit dem Schwert angreifen wollte in ihrem Eifer, statt ihn einfach mit ihrem Warg (mit dem sie wahrscheinlich aufgrund von Hörproblemen Schwierigkeiten hatte) umzureiten, war tatsächlich zu seinen Gunsten. Und dann war da noch die Tatsache, dass er mit ziemlicher Sicherheit unterschätzt wurde.
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BeitragThema: Re: Radagasts hütte    Sa März 21, 2015 5:14 pm

Die Parade des Elben lies Lómtoch wie eine Glocke erklingen. Die Frau schwankte im Sattel und riss ihren Wargen leise fluchend herum. Einige andere Kämpfende blockierten kurz den Weg des unerwartet starken Elben und sie nutzte die Zeit um sich einen Überblick zu verschaffen. Nach Ende der Trümmerregens griffen nun auch die übrigen Reiter mit ein. 
Ein Teil ihrer Leute hatte, ähnlich wie sie, kleinere Probleme mit den Wargen was aber aufgrund ihrer großen Überzahl, zumindest im Moment, noch nicht ins Gewicht fiel. Leider war der verfluchte Wald im Weg um die Überzahl richtig zu Nutzen.

Zumindest ein Teil ihrer Leute hatten ihre eigenen Nachteile und die Vorteile des Handels des Zauberers entdeckt. Die Explosion des Daches hatte den in der Hütte stehenden Baum zum Nachgeben bewegt und dieser hatte Teile der Wände und Hütte mit sich gerissen. So war die Lichtungsfläche zumindest etwas größer geworden. Ein Teil der Bogenschützen hatte, unter dem Kommando eines Dunklen, das Reiten aufgegeben und sich in der Ruine der Hütte eine Deckung gesucht und erwiesen sich von diesem statischen Platz aus praktischer, als ihre reitenden Kollegen. 
Den Rest der Ruinen nutzten die Dunländer um Schwung für ihre Angriffsritte zu nehmen. Interessannter Weise schienen diese besser, oder zumindest organisierter als die Söldner zu kämpfen und stießen immer in kleineren Gruppen durch das Getümmel, bevor sie bei der Ruine wieder wendeten und sich ein neues Ziel suchten. 
 Die beiden Söldner die sie von ihrem Gegner getrennt hatten fielen unter den Hieben, eines ihr unbekannten Gegners. Der Weg zum Elben war also wieder frei. 
"Feuer", schrie sie in eine unbestimmte Richtung in der Hoffnung der Befehl würde verstanden werden. Sie wollte sich wieder ihrem Duell zu wenden, doch der Kampf wurde unterbrochen.
Laimwe verfluchte den Zauberer. Sie sah wie ihre Aasfresser auseinander stoben, doch wußte sie zu Anfang nicht den Grund. Doch dann wurde ihr klar das das was von den Bäumen kam, eine Verteidigung des Zauberers war. Hunderte Vögel, von kleinen nervigen Singvögeln bis zu Falken und Adlern stürmten den Himmel und wendeten dort das Blatt. Sie vertrieben zumindest den größeren Teil der Aasvögel. Sie fluchte wieder.
Doch zum Nachdenken blieb keine Zeit. Mit Glück wehrte sie den ersten Schlag des Elben ab, wurde aber fast von ihrem Warg gerissen.
Was war er bitte? Wie konnte er so kämpfen? Wie konnte sie sich so ablenken lassen?
Diesmal versuchte sie es gar nicht erst mit ihrem Schwert, sondern wollte ihn schlicht umreiten.
Mit hoher Geschwindigkeit rannte der Warg auf ihn zu. Der Angriff wurde nur durch das mehrmals auftretende Bocken des Tieres geschmälert.
Mitten im Ritt schreckte sie kurz von einem mächtigen Licht auf und dachte bereits an eine Aktion des Istari, bevor sie merkte das ihre Mannen schlicht den Auftrag erfüllt hatten und einen Teil des Waldes entzündet hatten. Diese Entscheidung war nur teilweise taktischer Überlegung geschuldet, sondern mehr ihrer Lust an Anarchie und Zerstörung.
Und wieder lies sie sich ablenken.
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BeitragThema: Re: Radagasts hütte    Sa März 21, 2015 6:10 pm

Innerhalb eines Gefechts war es unglaublich wichtig, zwar den Überblick zu behalten, aber sich nicht allzu sehr ablenken zu lassen. Wer dem Blutdurst verfiel, gefährdete sich selbst mehr als wenn er ohne Rüstung in eine große Schlacht ging. Auch waren Kampferfahrung und Instinkt von nicht zu unterschätzender Bedeutung; die Fähigkeit, sich an den Verlauf des Gefechts anzupassen, sich nicht von schlechter Moral beeinflussen zu lassen oder gar den Mut zu verlieren, wenn nicht alles nach Plan verlief. 

Beispielsweise hatte sich Faerlon eigentlich schon sehr früh daran gemacht, die dunkle Frau bedrängen zu wollen, um sie so mit einem kräftigen Ruck von ihrem Reittier zu ziehen. Es war nicht geglückt und so etwas passierte. Jetzt wusste sie allerdings, was er vorhatte. Erstaunlicherweise schien sich die Dame auf ihn zu fixieren anstatt sich zu entziehen, wobei letzteres natürlich zwar ein wenig feige, aber taktisch gesehen die klügere Alternative gewesen wäre.
Es formte sich bereits jetzt ein Puzzle der Persönlichkeit für die dunkle Frau. Wie so viele vor ihr genoss sie das Chaos der Schlacht und glaubte, darin aufzugehen, weil sie sich in der Kontrolle wähnte. Aber sie genoss diese Kontrolle nicht, zumindest nicht wirklich. All die Macht die sie in ihren Fingerspitzen zu haben glaubte war flüchtig, leicht zu zerstreuen, wie sich deutlich an ihrer Reaktion auf den Rückschlag mit den Vögeln zeigte. Sie ließ sich davon ablenken, verschwendete wertvolle Zeit mit herzhaftem Fluchen, anstatt Alternativen in Betracht zu ziehen. Faerlon seinerseits war ruhig und gelassen während dieses Gefechts, nahm die Dinge, wie sie waren – auch die Rückschläge – und arbeitete mit ihnen. Dies würde er bis zum Schluss machen.

Er sah ihre Reaktionen und die Person nahm Form an. Übertriebener Machtwille war häufig das Ergebnis von Machtlosigkeit im frühen Leben, was ein Hinweis auf einen eher bescheidenen Hintergrund war. Dies wurde durch die Eigenart der dunklen Frau, den ärmlich gekleideten Elben als die geringste Gefahr einzustufen, nur untermauert. Fernerhin demonstrierte sie regelrechten Blutdurst, was auf eine verlorene Seele hindeutete, die sich nur im Kampf wiederfand – es würde sie eines Tages töten, zusammen mit ihrem Mangel an Fokus. Vielleicht sogar heute.  
Dass sie sich auf ihn als Gegner konzentrierte, deutete auf einen sehr unbeugsamen Geist hin, der sich selbst nicht gestatten konnte, schwach zu erscheinen. Mit der bloßen Existenz hatte Faerlon sie und damit ihre Ideale, so sie denn welche hatte, herausgefordert. Sie konnte jetzt nicht von ihm lassen bis einer von ihnen am Boden lag – es war in ihrer Natur, der Drang sich stetig zu beweisen. Wie eine überschärfte Klinge, die durch alles schneiden konnte, aber bei falscher Handhabung leicht brach. Jetzt wollte er sich erst recht mit ihr zusammensetzen und ein wenig Philosophie diskutieren. 

Ausgehend von dem, was sie ihm von sich gezeigt hatte und der Tatsache, dass sie gerade einen Sturmangriff auf ihn startete, war es sehr leicht, eine Gegenstrategie zu entwickeln. Sie ließ sich ablenken, aber gleichzeitig war es für sie als Person wichtig, ihren Gegner geringzuschätzen. Das war der Preis für jedweden übertriebenen Machtanspruch. Das hieß, dass Faerlon Zeit hatte, seine Attacke gründlich zu planen, während sie ihren Warg unter Kontrolle brachte. Das Problem bei einem Sturmangriff war die Tatsache, dass man sich selbst für Gegenattacken öffnete, sofern die Sturmattacke fehlschlug. Das zweite Problem bestand darin, dass sie dies mit einem ungehorsamen Warg tat, während sie sich nicht ganz auf ihren Gegner konzentrieren konnte, obwohl sie sich an ihm festgebissen hatte. Das war der Moment, in dem Faerlon zuschlug – er spielte das leichte Opfer welches sich nur in eine defensive Position brachte, nur um sodann mit einer sehr vorsichtig und zeitlich gut abgestimmten Bewegung auf sie zuzuschnellen – von der Seite, versteht sich, wir wollen ja nicht dem Warg ins Gebiss rennen – und sich an ihr hochzuziehen. Falls er daneben griff, hatte er zumindest ihre Konzentration im Hinblick auf Anweisungen zerstört. Falls sie es schaffte, sich an ihrem Warg festzuhalten, würde er sich einfach bis zu ihr hochkraxeln, was vollkommen neue Möglichkeiten zu verletzen und verletzt zu werden eröffnete. Wahrscheinlicher war allerdings, dass die dunkle Frau von dem Gewicht zu Boden gezogen wurde. 

Was auch immer geschah, es war durchaus in seinem Sinne, wenngleich es unkomplizierter gewesen wäre, schlicht und ergreifend die Waffe zu schwingen. Aber was wäre dann aus dem Plan geworden, sich mit ihr zu unterhalten?
Falls er vollkommen ins Leere greifen sollte, hatte er sie zumindest psychisch angegriffen. Sie hatte sich an ihm festgebissen und musste ihn um ihrer eigenen Macht willen geringschätzen. Sie in dieser Hinsicht des Irrtums zu bezichten war ein Seiteneffekt dieser Attacke, wo sie doch eigentlich keine Attacke erwartete.
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BeitragThema: Re: Radagasts hütte    Di März 24, 2015 11:56 am

(Sorry, aber ich regel das jetzt so, da mein Beisein im Plot ja scheinbar doch nicht erwünscht ist. *zieht den Hut* Ich empfehle mich dennoch.)
Thorinarada hatte sich den Kampf mit den Vögeln einige Sekunden lang angesehen und sich dann entschlossen, dass die Elben schon klar kommen würden. Für sie erschien die Situation machbar. Sie zuckte mit den Schultern und lenkte ihr Pferd um, auch wenn Níra dagegen zu protestieren schien. Thori war es egal. Sie war sich sicher, dass Thranduil auch weiter geritten wäre. Also tat sie das was sie für richtig hielt und ritt hinfort. Sie würde Thranduil bald konsultieren, schriftlich. Aber sie sah die zwei Istari und die Zauberkunst die Gandalf einsetzte. Sie war grade noch in Hörweite, als sie die Explosion hörte und sie hielt Níra an. Vielleicht sollte sie doch wieder zurück... Nein. Nein, das sollte sie nicht. Sie wollte endlich nachhause. Sie hatte für Rohan gekämpft, dann würde sie nicht jetzt auch noch für den Düsterwald kämpfen. Von dem ganzem Kampf bekam sie nichts mit.
Tbc. Thal
(Schlechter Post, ich weiß. Und schlechte Begründung, aber das lass ich nicht mit mir machen.)

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BeitragThema: Re: Radagasts hütte    Di Apr 07, 2015 6:37 pm

Thranduil war ziemlich beschäftigt damit gewesen, jegliche Vögel abzuwehren. Erst als die Hütte des braunen Zauberers zu explodieren schien, und er den lauten Knall davon hörte, wandte er sich von den Vögeln ab. Der Elbenkönig brauchte nicht lange nachzudenken um herauszufinden, wer für die Explosion verantwortlich war. Gandalf war dafür bekannt eine Vorliebe für Feuer und Explosives zu haben. Dass er allerdings im Sinn hatte die Hütte Radagasts zum Explodieren zu beginnen, bezweifelte Thranduil. Ein kleines schadenfreudiges Lächeln konnte er sich dennoch nicht verkneifen.
Seine Aufmerksamkeit wurde erneut von dem Haus des braunen Zauberers abgelenkt, als er ein Horn erschallen hörte. Aus der Richtung, aus der der Ton kam, konnte er nun erkennen, wer hinter dem Allem steckte. Es handelte sich um eine dunkel gekleidete Frau, die sich offensichtlich selbst zu wichtig nahm. Eines musste er ihr lassen, taktisch ging sie nicht ungeschickt vor. Dennoch konnte Thranduil nicht verstehen, was ihre Absicht war. Nur schon, dass sie auf die Idee kam, zwei Istari und zwei ziemlich alte Elben anzugreifen, zeugte schon davon, dass im Kopf dieser Frau nicht mehr ganz alles normal war. Trotzdem befürchtete Thranduil, dass hier mehr dahinter steckte. Es passte einfach nicht zusammen. Irgendwas musste die Frau vorhaben. Thranduil wusste aber nicht was, und das ging ihm gewaltig gegen den Strich.
Für ihren Angriff suchte sie sich Faerlon aus. Er konnte zwar den Gedankengang verstehen, das am schwächsten aussehende Mitglied er Gruppe anzugreifen, aber er musste dennoch schmunzeln, da sich die Frau da wohl ziemlich verschätzt hatte.

Aus dem Augenwinkel konnte er nun einen nahenden Ostling entdecken. Mit der Leichtigkeit einer Feder sprang er auf eines der Regale des braunen Zauberers, zumindest was davon übrig gewesen war. Von hier oben konnte er sich in der unübersichtlichen Situation etwas Übersicht verschaffen. Zwar waren die Gegner gut formiert, doch zwang sie der dichte Wald dazu ihre Formation zu verlassen. Von hier oben sah dennoch alles ziemlich Durcheinander aus - die herumliegenden Teiles des ehemaligen Heimes Radagasts trugen wohl auch ihres dazu bei.
Sein Blick wendete sich wieder ab, als der Ostling fast bei ihm angekommen war. Er richtete das Schwert auf ihn um einen Angriff anzutäuschen. Im letzten Moment zog er das Schwert zurück und sprang stattdessen erneut ab und kam neben dem Ostling zu stehen. Es gab einen kurzen Schwertkampf, doch dann sank der Ostling plötzlich zu Boden. Es dauerte einen Moment lange, bis Thranduil verstand was gerade passiert war. Einer der Warge, der durch die Explosion wohl die Kontrolle verloren hatte, hatte ihn mit voller Wucht umgehauen. Ein wenig verwirrt wandte er sich ab um weiter zu kämpfen. Sie waren in Unterzahl. Das bedeutete, dass er keine Pause machen durfte. 
Aus dem Augenwinkel nahm er ein Blitzen wahr und einen Moment lange fragte er sich, ob Gandalf schon wieder einen Feuerzauber benutzt hatte. Doch schnell erkannte er, dass der Ursprung des Blitzes bei den Gegnern lag. Sie hatten den Wald angezündet.
Das war zuviel. Das brachte das Fass zum Überlaufen! In den vergangenen Wochen und Tagen gab es einiges, was Thranduil erdulden musste, doch das Mass war nun jetzt wirklich voll. Den Wald anzuzünden, das war ein grosser Fehler der Frau in Schwarz gewesen. Die ganze angestaute Wut der vergangenen Tage kam wieder hoch und Thranduil konnte sich nur unter sehr grosser Mühe zurückhalten. Leider war er gerade so ziemlich von Bäumen und Feinden umgeben, weshalb er keine Möglichkeit hatte etwas gegen das Feuer zu unternehmen. Allerdings versuchte er sich in Richtung Gandalf vorzukämpfen, wobei er in der Wut eher rücksichtlos und kräftig sein Schwert schwang, als bestimmt und gezielt. Dies war keine besonders gute Idee, da ihn dies auch in etwas gefährliche Situationen brachte, allerdings wurde er dabei abgesehen von einem Kratzer nicht verletzt, zumindest bis jetzt.
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