Herr der Ringe - RPG

Ein Rollenspiel in Mittelerde.
 
StartseiteKalenderFAQSuchenMitgliederNutzergruppenAnmeldenLogin

Austausch | 
 

 Königsgräber

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2
AutorNachricht
Thilia
Thilia - Die Rächerin
Thilia - Die Rächerin
avatar

Anzahl der Beiträge : 1257
Anmeldedatum : 27.12.12
Alter : 20

Charakter der Figur
Alter:
Geschlecht:

BeitragThema: Re: Königsgräber   Sa Aug 10, 2013 10:48 pm

Thilia sah Aragorn und Haldir nach, die beide an das Grab getreten waren und auch sie ging als eine der letzten zu Thoris Ruhestätte und kniete sich vor sie hin, wie ein Untertan vor seinen König trat. 
Leise flüsterte sie die Worte, so dass sie wohl kein anderer hören konnte, denn sie waren einzig und allein für Thori bestimmt, die einzige Frau, der sie bis in den Tod gefolgt wäre und auch bis nach Aman, wenn es in ihrer Macht stehen würde. "Im na cen uireb, gwestin san. Im gar cen mail. Díheno anim.", hauchte sie und stand dann wieder auf, Tränenspuren im Gesicht und mit bebenden Schultern.
Sie sah wie Kíli als der letzte von allen nach den anderen vortrat und sich ebenfalls hinkniete, die Krone in den zitternden Händen, aber seine Stimme war fest und klar. Zwergisch wie Thilia erkannte, aber sie verstand nichts außer dem Namen seiner Cousine. 
Als alle diesen letzten Abschiedsgruß ausgesprochen hatten sah Thilia zu der kleinen Erhöhung, an der wohl eine Art Rede gehalten werden sollte. Thilia biss sich auf die Lippe und schluckte die neuen Tränen herunter, trat dann entschlossen auf das Podest zu, das vor Thori stand, so dass sie auf ihre Freundin hinunterblicken konnte während sie redete. Und die Worte kamen einfach so aus ihrem Mund, wie ein Fluss, der gestaut gewesen war und den man nun befreite. Und während sie sprach weinte sie, aber das beeinflusste ihre Stimme kaum. Man sah nur die silbernen Tränen über ihr Gesicht laufen:



Als ich noch jung war, fragte ich oft meine Mutter, was jenseits von Mittelerde liegt. Wo die Toten hingehen, wenn sie über das Meer gehen, wie es in meiner Heimatstadt Brauch war zu sagen.

Meine Mutter erschuf ein Bild in meinem Kopf.

Weites Meer. Ein Schiff mit weißen Segeln, dass auf das offene Meer hinausgleitet. Es wurde immer kleiner. Und wir am Ufer sagen. „Nun ist es gegangen.“ Aber jemand anderes sagt in diesem Moment. „Es kommt.“ 

Der Tod ist ein Horizont und die Grenze unseres Sehens. Wenn wir trauern, hier und heute um jemanden ganz bestimmtes trauern, so gibt es auf der anderen Seite des Meeres jemanden, die sich freuen, sie wiederzusehen. Die große Zwergenkönigin Thorinarada Eichenschild, deren Taten ihrem Volk zu größter Ehre, zu größtem Ruhm, zu größtem Ansehen verhalf. Sie ist es, die man jenseits des Meeres empfangen hat als wir sie gehen lassen mussten. Und auch wenn ich mich nie damit abfinden werde, es nie können werde, versuche ich mit diesem Gedanken den Schmerz zu vertreiben, der sich seit jenem Tag in meinem Herzen eingenistet hat. Dass es jemanden ganz Bestimmten gibt, der sie dort in den Arm nimmt und das zum ersten Mal. 

Ihr Vater. Ich weiß, dass er dort ist, dass er dort irgendwo an einem der weißen Strände steht und auf sie wartet und sie in den Arm nimmt. Ich weiß, dass er seine Tochter in den Arm nimmt und dass es für ihn an der Zeit war, seine Tochter zu Gesicht bekommen. Und dieser Gedanke tröstet mich etwas. Es wäre nicht rechtens, wenn wir soviel Zeit mit Thori verbringen können und er keine. Jeder Vater sollte seine Tochter im Arm halten können, ihr sagen, dass er sie liebt und ihr sagen, dass es ihm Leid tut. Und trotzdem:

In meinem ganzen Leben, dass um einiges länger währte als die euren, habe ich noch nie den Wunsch gespürt, ins Segensreich zu gehen. 

Doch jetzt, jetzt wo ich weiß, dass Thori eben dort ist, würde ich auch alles dafür geben, vor den hohen Schicksalsrichter zu treten und von Manwe selbst zu fordern, sie gegen meine Seele einzutauschen, denn Mittelerde braucht sie. Dringender denn je.




Thilia stockte einen Moment und sah auf den Leichnam herab. "Weißt du noch, Thori? Wie wir uns das erste Mal getroffen haben? Weißt du noch, wie wir waren? Unterschiedlicher wie zwei Personen nicht unterschiedlicher hätten sein können. Ich habe es dir nie sagen können, aber du warst gleich jemand zu dem ich aufblicken konnte. Von dem ich mir sicher war, dass er jemand Großartiges wird. Aber weißt du Thori? Ich habe mich getäuscht...du warst schon immer jemand Großartiges und du wirst es immer sein. Du bist jemand ganz Besonderes Thori. Und ich habe das gewusst, vom ersten Augenblick an und meine Meinung hat sie nie geändert. Bis zum Schluss."
Wieder trieb es der Elbin Tränen in die Augen und sie schluchzte kurz auf, hielt sich dann die Hand vor den Mund und riss sich für die letzten Worte zusammen. "Thori...wenn du mich hören kannst, wenn du weißt, dass wir gerade hier sind, dann will ich dir noch ein letztes sagen: Du wirst auf ewig einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben."


*Ich werde immer bei dir sein, ich schwöre es

Ich liebe dich. Vergib mir.

___________________________________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Jarumis
Jarumis - Hauptmann
Jarumis - Hauptmann
avatar

Anzahl der Beiträge : 627
Anmeldedatum : 16.06.13
Alter : 23

Charakter der Figur
Alter:
Geschlecht:

BeitragThema: Re: Königsgräber   So Aug 11, 2013 12:22 am

Jarumis trat an Nylas Grab. Wie eine von Fäden gelenkte Marionette. Nur das einige Fäden bereits gerissen waren.
Sie sah aus, als ob sie schlafen würde, nur um jeden Moment wieder aufzuwachen. Doch dem war nicht so. Nie wieder würde er in ihre grünen Augen blicken und in ihnen versinken können.
Nie wieder würde er ihr Lachen hören. Nie wieder das spöttische ,,Mylord!"
Alles zog sich in ihm zusammen. Ihr Tod  zerriss ihn entgültig.
Tränen rollten ihm über das Gesicht.
Mit kaum hörbarer Stimme sprach er leise: ,,Gute Reise,... Vanimelda.... Mögest du deinen ...Frieden... finden....Danke, dafür..dass du mir ein Licht warst.. und mir  Hoffnung gegeben hast als...als ich bereits aufgegeben hatte...und ...und Liebe...ich werde dich nie vergessen...nie...Wie könnte ich auch...Mylady...", er versuchte zu lächeln, doch es gelang ihm nicht. Seine Stimme brach und Tränen liefen ihm über das Gesicht.
Es war ihm als ob er sein Herz zerbrechen hörte.
Die innere Leere schmerzte. Die Stille, die auf seine Ohren drückte.
Zu wissen das sein Vogel nie wieder singen würde.

Die Trauer schnürte ihm die Luft ab. Der Schmerz, den er spürte war unbeschreiblich.
Ohne Gande fraß sich jener durch seinen Körper. Zog alles in ihm zusammen.
Die Augen waren erschreckend glanzlos, hatten das Freudige Strahlen verloren. Nur noch Schmerz und Trauer sah man in den braunen Augen.

Unbewusst strich er über das Armband von Nyla. Das einzige was ihm geblieben war.
Er warf einen letzten Blick auf seine Liebste und trat zur Seite.
Jeder seiner Schritte fühlte sich an als hätte er Blei an den Füßen.
Seine Haltung glich einer Marionette, deren Fäden man durchgeschnitten hatte.
Kraftlos lehnte er sich gegen eine der Säulen. Das Leben erschien dem jungen Dúnedain erschreckend sinnlos. Doch er wusste, dass er leben sollte. Doch wie lange würde er den Schmerz ertragen können?
Er wusste es nicht.

___________________________________________

Before I met her:
 


Zuletzt von Jarumis am Fr Jul 04, 2014 9:23 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Thorinarada
Thorinarada - Königin unter dem Berg
Thorinarada - Königin unter dem Berg
avatar

Anzahl der Beiträge : 4650
Anmeldedatum : 20.12.12
Alter : 18
Ort : Minas Tirith

Charakter der Figur
Alter: 98
Geschlecht: Weiblich

BeitragThema: Re: Königsgräber   So Aug 11, 2013 10:57 pm

Aragorn sah Thilia nach als sie zu Nylas Grab ging, um sich zu verabschieden.
Dann folgte er ihr mit den Blicken. Sie blickte zu einer Art Podest, und schritt dann darauf zu.
Sie sprach, und sie weinte, aber sie sprach und dass was sie sagte war wundervoll, schmerzvoll, traurig.
Aber wundervoll.
Dann ging sie wieder hinab von dem Podest und es war kurz leer bis Aragorn darauf zu schritt und hinaufstieg. Er war ein guter Redner, wenn es um große Dinge ging.
Er war einen Blick in die Runde und begann dann zu sprechen:

"Thorinarada. Nyla. Kaum einer kennt ihre volle und wahre Geschichte, ihr Leben. Ich traf sie 2962 das allererste mal, und damals war sie noch unerfahren im Kampf und eine Elbenhafte Persönlichkeit, sie kannte nur Elben und hatte noch nie einen Menschen gesehen.

Aber was ich gleich erkannt habe war ihr Wille, ihr Wille etwas großes zu werden und das ist sie geworden, und geblieben bis zum Ende. Bis 2980 kämpften wir zusammen, hatten Siege und Niederlagen, aber hielten steht's zusammen. Wir verabschiedeten uns in Osgiliath, und schon damals war dieser Abschied auf ungewisse Zeit schwer für mich.

Danach zog sie durch Mittelerde, frei und unabhängig. Sie lebte für die Freiheit, denn dafür hatte sie auch gekämpft. Sie reiste mit Gandalf, und um 2985 war sie das erste mal in Thal, sie schrieb mir dass sie nicht wüsste ob sie den Erebor aufsuchen sollte oder ob sie wieder gehen sollte. Ich riet ihr auf ihr Herz zu hören, sie meinte sie würde... sie würde noch lange leben und hätte noch genug Zeit aber das nächste mal als sie herkam war es 3019.", sagte er laut und ungefähr in der Hälfte begann er die Leute um ihn herum auszublenden, er sprach nur noch zu sich selbst.

"Ich werde sie niemals vergessen. Ihre Loyalität, ihre Tapferkeit, ihre Stärke.

Ich kann nicht beschreiben wie viel sie mir bedeutet, zumindest nicht in Worten. Sie... Sie war immer da wenn ich sie brauchte und ich konnte mich stehts auf sie verlassen. Zu jeder Zeit.

Sie sagte mir einst das eine Tote Person nicht verloren wäre. Sie wäre jediglich dieser Welt entschwunden und in eine andere gegangen, in eine wo es keinen Krieg und kein Leid gibt. Dort gibt es nur wunderschöne Wälder, die grünsten Wiesen, schnell fließende Bäche und klare Flüsse. Ein Paradies.", sagte er und musste kurz lächeln, wenn es auch ein trauriges lächeln war.

Er sah zu dem Leichnahm hinab und biss sich auf die Unterlippe. Dann sah er wieder auf und blickte durch die Runde. "Sie war und ist etwas besonders. Und das wird sie für mich immer bleiben.", sagte er und verließ wieder das Podest. Er hatte alles gesagt was er sagen wollte... auch wenn es nicht genug für Nyla war.

___________________________________________
Oh, misty eye of the mountain below
Keep careful watch of my brothers' souls
And should the sky be filled with fire and smoke
Keep watching over Durin's son


Loyalty. Honor. A willing heart... I can ask no more than that.

ANMERKUNGEN:
 
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Nieliqui
Forengeist
Forengeist
avatar

Anzahl der Beiträge : 3015
Anmeldedatum : 06.01.13
Alter : 33
Ort : hier und da Zwischen Mittelerde und Valinor

Charakter der Figur
Alter: Zeitlos da Valie
Geschlecht: Weibliche Eala

BeitragThema: Re: Königsgräber   Mo Aug 12, 2013 6:31 pm

Nachdem alle nach und nach zur der Zwergenherrscherin an den Sarkophag getreten waren beschloss auch Nieliqui einige Worte des Abschieds aber auch des Mutes an die anwesenden hier zu richten  auch wenn ihr selbst danach zumute war diese lande entgültig hinter sich zulassen …. So erschien sie in einem schwarzen Kleid und in dunkles Licht gekleide...

http://i75.servimg.com/u/f75/16/89/37/21/nili_t11.jpg

und sprach.

„ Einst sagte mir der weisteste meines Volkes:
Der Tod ist nicht das Ende es ist nur ein weiterer Weg den wir alle gehen müssen. 
Und der graue Nebelschleier dieser Welt zieht sich zurück und alles wird zu silbernem Glas. Ein helles nicht erwarten dich dort zwischen den Welten. Und dann siehst du es...
Die weißen Strände meiner Heimat, die Schiffe der Seeelben die im Meer kreuzen und hoch in den Wolken schreiende Möwen, und hinter den Stränden ein grünes fernes Land unter einer rasch aufgehenden Sonne in dem eine Not ein Ende hat... doch ich muss dazu sagen es ist weit mehr als nur dies...
Saftige grüne Wiesen, hohe Gebirge, weite Wälder und Ebenen welche diese Lande ein Schönheit bei weitem übertreffen Höhlen in denen die Erze und Edelsteine noch schöner funkeln wie das Herz der Berge welches ihr einst gefunden habt . Und die Hallen  der Erwartung  in welchen Mandos und Aule die Zwerge bewirten ist die Schönste von allen.

Und Thorinarada ist diesen Weg nun uns vorausgegangen. 


Manchen von uns blieb es nicht verborgen wie es in ihr aussah.


Auf andere hingegen wirkte sie so stark nach außen doch nur wenige wussten dass sie auch sehr viel Schmerz viel Inneres leid ertrug das sie vor dieser Welt im Verborgenen hielt. 

So mag ihr Tod wenn er auch gewaltsam war doch eine Erlösung für sie gebracht haben. Doch bin ich mir sicher dass sie unseren Landen Heilung von diesen Wunden die sie im Leben getragen hat finden möge. Man sagt nicht umsonst das in Aman alle Verletzungen seines körperliche oder seelischer Natur Genesung finden können. Und vielleicht findet auch sie Heilung im meiner Heimat wie ich sie einst fand.


Der graue Nebelschleier dieser Welt hat sich für sie zurückgezogen. Darum will ich nicht sagen weint nicht denn so wie meine Tante Nienna um alle Kinder Trauert wenn sie  die lande der sterblichen verlassen, so gehört es dazu das auch ihr treuert. Es erst ganz natürlich das man weint und verzweifelt ist, denn es zeigt wie sehr wir dieses Wesen geliebt haben das von uns gegangen ist. „

Nieliqui machte eine kleine Pause und erhob dann wieder das Wort


" Doch muss ich euch sagen ich weiß wir euch zu Mute ist. In allen Zeitaltern welche ich nun schon durch EA wandere, empfand ich noch nie soviel Trauer über den Verlust eines geliebten Geschöpfes. Und ich sah schon viele der Kinder seien sie von Eru oder Aule in der Hallen von Mandos eingehen. Und ich kann euch gar nicht sagen wie groß mein Mitgefühl mit euch ist eine so wundervolle Persönlichkeit verloren zu haben.


Vor gar nicht allzu langer Zeit stand ich hier schon einmal unter euch doch damals war ich hier um ihrer Krönung beizuwohnen und heute bin ich wieder unter euch um ihrer Beerdigung beizuwohnen.
Ich selbst kannte Thorinarad zwar noch nicht sehr lange doch sie ist mir sehr ans Herz gewachsen auch wenn sie hin und wieder etwas Streit lustig uns oder meinem Volk gegenüber war so hat sie doch ein gutes Herz das am rechten Fleck war.

Doch wie mir ein einmal eine alte Freundin sagte nicht in den landen des Ostens ist von Dauer. Was bleibt sind die Erinnerungen in den Herzen von uns allen. In Lieder und Geschichten wird sie für uns lebendig bleiben solange auch nur einer noch ein sie denkt und sie in seinem Herzen trägt wird sie niemals ganz sterben. Denn die Erinnerungen halten Sie für uns lebendig Mag sie zwar für eure Augen nun nicht mehr sichtbar sein so ist diese Trennung doch nicht von Dauer  ihr Geist wird immer unter uns sein auch wenn wir sie  nicht mehr sehen.
Eines Tages wenn die Zeit  für euch gekommen ist denselben Weg zu gehen werdet ihr sie auf der andren Seite wieder treffen .

Und was ich euch versichern kann ist das sie in den Hallen der Vorväter vor meinem Verwandten gut bewirtet wird, denn ich war schon dort. Doch vielleicht wandelt sie auch unter den grünen Bäumen und durch die saftigen Wiesen meiner Heimat und traf dort auf ihre Mutter wir wissen es nicht was Sie jetzt gerade macht doch ist sie sicher frei von Sorgen und Nöten die in den Landen der Sterblichen herrschen . „ Sprach Nieliqui zu den anwesenden hier um diesen Mut zu machen und dann hob sie zu einem neuen lied an ein Abschiedslied welches sie auf ihre silbernen Harfe spielte ….


Westliche Gestade

Nichts in diesen Landen des Ostens von Dauer
unterworfen ist alles im ständigen Wandel der Zeit...
ein weißes Schiff von des Meeres auf dich wartet,
dicht dahinter tragen wohin dein Herz dich zieht.
Zu neuen Ufern, zu neuen Taten vielleicht ein neues Abenteuer?

Alles vergeht und entsteht wieder neu im ewigen Wechsel der Gezeiten.
So wie der Silber und der Goldbaum jeden Tag neu erblüht und wieder vergeht.
Wenn sich das heilige Licht vermischt am Wendepunkt der Zeiten...
Die See ruft dich heim... komm wieder nach Hause... 
kannst du sie alle am Ufer sehen ,wie sie dort stehen und auf dich warten?
Sie rufen dich... an den fernen Gestaden des Westens.

Ich werde es wagen... ein weißes Schiff zu besteigen, und neue Gewässer erkunden, 
die Segel zu setzen und der stürmische Meer bezwingen, Segel zu setzen,
um neue Ufer zu erreichen. In ein Land das ich meine Heimat nenne.
Weiße Strände, grünes Land und eine rasch aufgehenden Sonne.
Und das Licht von Silber und Gold erwartet mich in den Häfen.

Ich komme nachhause mit einem weißen Schiff...
der Bug von Gold wie die Sonne, um das Segel von silbernem Mondlicht gewirkt
So fahr ich dahin in der unendlichen Zeit zwischen gestern und morgen.
Stetigem Wechsel der Gezeiten von Sonne und Mond...
im ewigen Licht von Silber - und Goldbaum
.

___________________________________________

Spoiler:
 



Zuletzt von Nieliqui am Mo Aug 19, 2013 3:25 am bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Jarumis
Jarumis - Hauptmann
Jarumis - Hauptmann
avatar

Anzahl der Beiträge : 627
Anmeldedatum : 16.06.13
Alter : 23

Charakter der Figur
Alter:
Geschlecht:

BeitragThema: Re: Königsgräber   Mo Aug 12, 2013 6:55 pm

Der Braunhaarige hörte die Worte, die wie durch Watte an seine Ohren drangen.
Die Trauer drohte ihm die Luft abzuschnüren.
Wie ein Fisch an Land schnappte er leise nach Luft.  Seine Hände krallten sich in seine Unterarme.
Immer noch liefen ihm die Tränen haltlos über sein Gesicht.
Am liebsten wollte er fort, um seinen Schmerz hinaus zu schreien.
Doch kein Laut drang ihm über die Lippen.
Nur ein Schluchzen entfuhr ihnen. Nicht mehr.
Seine Beine drohten nachzugeben. Nicht mehr fähig zu sein ihn zu tragen.
Es war als würden die letzten Fäden der Marionette durchgeschnitten werden, die ausgedient hatte.
Nicht mehr und nicht weniger.
Der Schmerz nahm, trotz der tröstenden Worte immer mehr zu.
Sie war fort. Für immer.
Alles in ihm schrie vor Sehnsucht und Trauer.

Jarumis kehrte in sich zurück.
Nur noch ein innerer Scherbenhaufen hielt ihn aufrecht. Sein Blick war in die Ferne gerichtet. Auf einen unbestimmten Punkt.
In den Augen sah man nur Schmerz, Trauer und Trostlosigkeit.
Keine wirkliche Freude mehr am Leben.

___________________________________________

Before I met her:
 
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Thilia
Thilia - Die Rächerin
Thilia - Die Rächerin
avatar

Anzahl der Beiträge : 1257
Anmeldedatum : 27.12.12
Alter : 20

Charakter der Figur
Alter:
Geschlecht:

BeitragThema: Re: Königsgräber   Mi Sep 18, 2013 3:56 pm

Kíli hatte den Reden allen stumm und ohne eine Träne zu vergießen zugehört. Er stand einfach nur noch neben dem Grab, gebeugt und gebrochen, wie ein alter Mann, dessen Leben sich dem Ende neigte und der sich damit abgefunden hatte. Der Gedanke, dass Kíli vor einer wie es ihm vorkam endlos langen Zeit hier schon gestanden hatte und Thorins Beerdigung beigewohnt hatte, kam ihm erst jetzt und sein Herz zog sich auf eine schmerzhafte Weise zusammen, wie wenn eine kalte Hand es umklammern und ersticken würde. Als das Lied der Valie die ihre Rede beendet hatte, verklungen war, herrschte einen Moment drückende Stille, bis Kíli langsam nach vorne schritt. Nun war er an der Reihe.
Als der Zwerg oben auf dem Podium stand und auf Thorinarada herunterblickte, warf er all seine Überlegungen, was er sagen wollte, über den Haufen, denn die Worte schienen von selbst aus seinem Mund zu fließen:

"Vielleicht ist es falsch zu sagen, dass es mir vorkommt wie in einem anderen Leben, dass ich genau hier stand und meinem Onkel Thorin Eichenschild die letzte Ehre erwies. Und nun stehe ich wieder hier und sehe auf einen zweiten Leichnam herab, die Tochter Thorins." 

Kíli atmete tief durch und als er seine Stimme wieder erhob war sie kraftvoller als vorher und kraftvoller als er sich es selbst zugetraut hatte.

"Es gibt soviel, dass ich jetzt sagen könnte. Und auch soviel, dass ich sagen möchte. Wie wunderbar sie war, dass sie es nicht verdient hat, zu sterben, dass ich besser auf sie Acht hätte geben müssen...aber das wisst ihr sicher alle. Ich habe Thori nach Bruchtal reiten lassen. Hätte ich damals gewusst, was ich heute weiß, hätte ich sie nie ziehen lassen. Ich habe sie kämpfen sehen, sie ermutigt, für das zu kämpfen, dass sie liebt aber wenn ich damals gewusst hätte, was jetzt ist, hätte ich geschwiegen."


Kurz sah Kíli zu den Anwesenden, dann wieder auf die wie es ihm schien schlafende Zwergin.

"Du weißt, Thori, was die letzten Worte deines Vaters waren. Er bat mich, dich zu finden und zu beschützen. Er wollte, dass ich es ihm schwöre, bevor er starb. Und...das habe ich. 
Aber ich habe etwas versprochen, dass ich nicht halten konnte. 
Ich habe dich verloren...nachdem ich dich erst wiedergewonnen hatte.
Wie Thorin, der seine Heimat, der seine Bestimmung wiedergewonnen und doch wieder verloren hat.


Thori...sag deinem Vater, dass es mir Leid tut.
Ich konnte seinen letzten Wunsch nicht erfüllen.
Sag ihm, dass ich nicht stark genug war. Und das du daran glauben musstest."


Kíli verstummte und schritt von dem Podium. Die Wachen traten zu Thoris Seite während Kíli ein letztes Mal vor seiner Königin in die Knie ging und sein Schwert vor sich liegend ein leises "Vergib mir" flüsterte. Er bekam kaum noch mit wie sie die schwere Steinplatte über Thoris Leichnam schoben, kaum hatte sich das Grab geschlossen, drehte er sich um und verließ die Halle, ohne einen einzigen anzusehen.

>> mal sehen wohin


Thilia hatte stumm auf die Grabplatte gestarrt, die grauen Augen starr nach vorne gerichtet, tränenleer. Sie hatte so viel geweint in letzter Zeit wie schon seit 3 Zeitaltern nicht mehr. Und das mochte wirklich was heißen. Vielleicht hätte sie doch gen Westen segeln sollen als sie noch die Gelegenheit dazu hatte. Nun war sie als die letzte Noldo in Mittelerde und kein Schiff würde es mehr geben, dass sie fortbringen konnte.
Als das dumpfe Geräusch der sich schließenden Grabplatte die Halle erklingen ließ, wandte sie sich noch vor Kíli ab und ging mit durchgestrecktem Rücken aus der Halle. Weg...nur weg!


tbc: Düsterwald

___________________________________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Königsgräber   

Nach oben Nach unten
 
Königsgräber
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 2 von 2Gehe zu Seite : Zurück  1, 2
 Ähnliche Themen
-
» Königsgräber

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Herr der Ringe - RPG :: Erebor-
Gehe zu: