Herr der Ringe - RPG

Ein Rollenspiel in Mittelerde.
 
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 "Zum Weißen Baum"

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Byrion
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BeitragThema: Re: "Zum Weißen Baum"   Di Jul 28, 2015 10:09 pm

Byrion hörte Anya zu, als sie meinte, dass seine Eltern wohl kaum geschrieben haben welchen Beruf er haben soll, damit sie ihn mögen und er nickte. Es war schon irgendwie dumm von ihm so zu denken, aber er hatte einfach Angst. Seine Eltern waren irgendwelche Leute zu denen er noch nie Kontakt gehabt hatte und was wenn sie das auch gerne so beibehalten wollten? Oder was wenn sie Kontakt wollten? Was wenn er sie suchen sollte? Was wenn sie ihm nur gesagt haben wollten dass sie ihn nicht wollten? Was ist wenn er ihre Leben ruiniert hatte...? Er zwang sich dazu sich zu beruhigen und Anyas Hand auf seiner Schulter half ihm da auch ein ganzes Stück. Dann schlug Anya einen Deal vor und Byrion zögerte einen Moment.

Sie hatte recht. Es würde für sie gewiss viel Überwindung kosten mit einem Fremden in ein fremdes Land und eine fremde Stadt zu reisen und dort sich Menschen zu stellen die ihr vielleicht ebenfalls fremd vorkommen konnten. Und er würde sich seiner schlimmsten Angst stellen müssen, aber vielleicht stellte sich diese Angst ja als unberechtigt heraus. Vielleicht... Nein! Kein vielleicht mehr. Das lässt dich nur in Panik verfallen. Also hör auf!, sagte er sich selbst und nickte dann. "Ja, dass... dass können wir so machen. Ich glaube das wäre eine gute Lösung."

Nachdem er meinte sie wäre die beste stimmte sie ihm grinsend zu und er lachte kurz, während sie sich in der Taverne umsah. Dann meinte sie, dass wenn er noch etwas zu essen oder zu trinken haben müsste er jetzt bestellen müsste, da die Küche sonst zu wäre. "Nein, ich brauche nichts mehr. Du zeigst mir am besten mein Zimmer und dann lesen wir den Brief.", sagte er und stand dann auf und packte seine Sachen zusammen.

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BeitragThema: Re: "Zum Weißen Baum"   Di Jul 28, 2015 10:29 pm

Nachdem sie den Brief angesprochen hatte und ihm den Deal bereitet hatte, stimmte er tatsächlich zu. Anyas Augen weiteten sich. "Wirklich?" Aufgeregt sah sie ihn an. Hatte sie es gerade wirklich geschafft, dass er etwas tat, was er schon sein ganzes Leben vorhatte, sich aber nie getraut hatte? Hatte SIE es geschafft? Eine Fremde, die er erst ein paar Minuten kannte? Eine einfache Kellnerin? Sie war nun wirklich sehr aufgeregt und gleichzeitig erfreut und gespannt. Ob er ihr vom Inhalt des Briefs erzählen würde? Oder vielleicht war das auch zu viel verlangt, schließlich war sie eben eine Fremde... Auf jeden Fall war sie nun wahnsinnig aufgeregt und das merkte man ihr auch an.

Als er sagte, sie solle ihm das Zimmer zeigen und dann würden sie gemeinsam den Brief lesen, war Anya noch viel aufgeregter. "Ähm... Ja klar!" Beinahe rennend lief sie zu ihren Pflegeeltern und sagte ihnen gute Nacht, ehe sie zurück zu Byrion eilte, der nun alles eingepackt hatte. Sie griff nach seiner Hand und rannte die hölzernen Stufen mit ihm bis ins zweite Stockwerk hinauf. Dann zeigte sie ihm sein Zimmer. "Da sind wir. Sie lief hinein und öffnete eine kleine Seitentür. Hier ist das Badezimmer. Wenn wir den Brief gelesen haben, werde ich dir Wasser holen." Einen kleinen Ofen gab es in dem Badezimmer, um das Badewasser zu erhitzen, eine hölzerne Wanne, sowie eine Waschschüssel und eine Toilette. Das Gasthaus war wahrlich besser ausgestattet, als die Tavernen, die es hier gab, aber eben auch teurer.

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Byrion
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BeitragThema: Re: "Zum Weißen Baum"   Di Jul 28, 2015 11:21 pm

Byrion war fasziniert von ihrer Aufgeregtheit. Wieso war sie so ungeduldig? Er sollte aufgeregt sein. Er sollte auf und ab springen und vor Angst nicht klar im Kopf sein, aber auf komische Art und Weise war er ruhiger als je zuvor, auch wenn er sich nicht darauf freute zu wissen, was der Brief besagte. Sie ging hinfort und in der Zeit packte er alles zusammen. Er schulterte sein Gepäck und folgte ihr anschließend die Treppen hinauf in ein großes, aber dunkles Zimmer. Das es so dunkel war lag aber auch daran, dass es draußen dunkel war.

Er warf sein Gepäck auf das Bett und streckte sich kurz, wobei seine Knochen knackten. Es war edel dekoriert und Byrion zündete eine der herumstehenden Kerzen an um den Raum etwas aufzuhellen. Anschließend zündete er ebenfalls das Feuer im Kamin an. Danach setzte er sich hin und deutete Anya dasselbe zu tun. Nun zog er den Brief aus seiner Tasche und legte ihn auf den Tisch. Folgend zog er seine Jacke aus und fuhr sich dann mit beiden Händen durch die Haare. Vielleicht war er doch nervös. Er sah zu Anya.

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BeitragThema: Re: "Zum Weißen Baum"   Di Jul 28, 2015 11:31 pm

Anya war sehr schnell zu begeistern. Sie knüpfte gerne Kontakte, fand schnell neue Freunde und vor allem interessierte sie sich sehr für diese. So fühlte sie jetzt sehr stark mit Byrion. Vielleicht fühlte sie auch mehr als er. Sie konnte sich vorstellen, wie aufregend diese Situation sein musste und genauso aufgeregt war sie auch. Er würde bald so viel mehr wissen. Er würde bald etwas wissen, was vielleicht sogar sein ganzes Leben verändern würde.. Anya wollte ihm so gut es ging beistehen und sie war einfach leicht zu begeistern.

Oben angekommen strecke er sich erst einmal aus, bevor er Feuer machte und sie dann zur Sache kamen. Anya nahm wie bedeutet am Tisch platz und auch er setzte sich und legte den Umschlag vor sich auf das dunkle Holz. Nun spürte man seine Nervosität doch stark und als er sie ansah, lächelte sie ihn aufmunternd an, legte eine Hand auf seine und nickte dann. Sie war sehr gespannt. Leise sagte sie:"Ließ vor..."
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BeitragThema: Re: "Zum Weißen Baum"   Mi Jul 29, 2015 1:06 am

Anya sah ihn aufmunternd an und Byrion war sich nicht ganz sicher, aber er musste es irgendwann machen und jetzt war nicht besser und nicht schlechter als irgendwann anders. Anyas Anwesenheit half jedoch. Er nahm also den Brief in beide Hände und öffnete ihn mit seinem Taschenmesser. Er machte es sehr vorsichtig um das Briefpapier ja nicht einzureißen. Dann entnahm er den Brief und entfaltete ihn. Für einen Moment sah er sich die Worte an, ohne sie wirklich zu lesen. Die Schrift war fein und ordentlich und Byrion musste sich überwinden ihn zu lesen, aber er tat es und er tat es sogar laut, wobei seine Stimme nicht die gewohnte Festigkeit hatte:

""Liebster Byrion, ich weiß nicht wie ich anfangen soll. Wirklich. Ich habe diesen Brief mindestens fünfzigmal angefangen und wieder weggeworfen. Ich glaube es gibt einfach keinen geeigneten Anfang für so etwas." " Dabei lächelte er leicht. ""Es tut mir leid. Dein Vater und ich, wir, mussten dich weggeben, da es unmöglich gewesen wäre, dass jemand im Stand deines Vaters ein uneheliches Kind hat. Dennoch liebten wir dich und werden es immer tun. Aber der Druck der uns gemacht wurde war nicht auszuhalten. Du wurdest in Minas Tirith geboren. Früh am Morgen. Es hat geregnet an dem Tag. Mein Name ist Nyla, ich bin Halbelbisch und momentan 71 Jahre alt. Meine Heimat ist Lothlórien und ich bin verlobt mit einem Elben namens Taurdû, was der Grund war, warum ich dich nicht mit zu mir hätte nehmen können. Man hätte mich ausgestoßen und ich habe nicht die Fähigkeit draußen in der Wildness zu leben. Ich hätte nicht für uns sorgen können."" Halbelbisch. Okay. Das war etwas, was er nicht unbedingt erwartet hätte. Die nächsten Worte las er zuerst, ohne sie vorzulesen. Dann lachte er kurz. Er lachte weil ihm das zu absurd vorkam und er nicht unbedingt glauben wollte das da stand. Er legte den Brief kurz ab und fuhr sich mit der Hand verzweifelt übers Gesicht.

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BeitragThema: Re: "Zum Weißen Baum"   Mi Jul 29, 2015 1:18 am

Anya atmete noch einmal tief durch, als er den Umschlag vorsichtig öffnete, als sei der Brief etwas Heiliges. Dann begann er mit leicht zittriger Stimme zu lesen und Anya lauschte stumm. Irgendwann hörte er auf, vorzulesen und Anya runzelte die Stirn. Doch war es nicht seine Pflicht, ihr alles zu verraten. Er hatte schon sehr viel durch den ersten Teil verraten und irgendwie fühlte Anya sich ein wenig schlecht. Sie hoffte, dass sie Byrion nicht zu etwas gedrängt hatte, was er nicht wollte.
Dann kommentierte sie das Gehörte. "Du wurdest hier geboren..." Sie lächelte sanft.. Auch er hatte seine Heimat geändert, als er noch klein gewesen war und war nun hierher zurück gekehrt. So wie Anya es nun vorhatte. Es bestärkte sie bei ihrer Reise nach Rohan. "Und sie lieben dich und werden es immer tun, siehst du?" Es waren gute Neuigkeiten, auch wenn er nicht die perfekte Bilderbuchfamilie hatte, aber wer hatte die schon. "Deine Mutter ist halbelbisch! Das bedeutet, dass in dir ein Viertel elbischen Blutes fließt." Sie grinste breit. Sicher konnte er deshalb so gut Instrumente bauen und spielen. Elben hatten schließlich sehr geschickte Hände.

Sie drängte ihn nicht, ihr zu erzählen, was im zweiten Teil des Briefs stand, sondern saß einfach da. Ihre Hand lag wieder auf der seinen und als er sich verzweifelt über das Gesicht fuhr, streichelte sie seinen Handrücken sanft.
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BeitragThema: Re: "Zum Weißen Baum"   Mi Jul 29, 2015 1:50 am

Anya kommentierte derweil, dass was er vorgelesen hatte. Er kam aus Minas Tirith. War das der Grund warum er herkommen wollte? Nein. Wohl kaum. Er war als Baby hier gewesen. Das würde wohl nichts an seinen Wünschen ändern... oder? Er spürte Anyas Hand auf seiner und brachte sich dann dazu Anya den Brief zu geben. Er hatte den Rest überflogen. Er konnte es nicht wirklich glauben. Es schien so surreal. Außerdem, war es so anders als er es erwartet hätte. Die Art wie seine Mutter ihm geschrieben hatte war liebevoll und herzlich und willkommend und nicht abweisend oder vorwurfsvoll. Er hatte immer gedacht, sie würde ihn für irgendetwas verantwortlich machen oder sonst etwas, aber das tat sie nicht und Byrion wusste nicht wie er damit umgehen sollte. Also ließ er Anya den Rest für sich lesen, weil er Angst hatte, dass sollte er jetzt sprechen er beginnen würde zu weinen.

Restlicher Inhalt des Briefes:
Dein Vater heißt Boromir und wahrscheinlich kennst du seinen Namen. Er ist der Sohn des Truchsess von Gondor. Er ist 34 Jahre alt und liebt dich vom ganzen Herzen, glaub mir. Als ich ihm berichtete, dass ich schwanger sei freute er sich, obwohl er wusste, dass es nicht einfach seien würde.
Auch weigert er sich bis heute einzugestehen, dass wir dich weggeben müssen. Aber was haben wir für eine andere Wahl? Er kann dich nicht in Minas Tirith behalten. Es wäre ein Skandal und vielleicht würde Denethor sogar dafür sorgen das du verschwindest. Wir können dieses Risiko nicht eingehen.
Er ist sehr kämpferisch, obwohl er nur für den Frieden kämpft, und stolz. Er ist ein stolzer Idiot, der niemals eingesteht, dass er im Unrecht ist. Er liebt Gondor und hat ein gutes Herz.
Aber dennoch weiß ich, dass es nicht das gleiche ist von einer fremden großgezogen zu werden als von der eigenen Mutter.
Nur konnten wir dich nicht behalten. Das mag für dich vielleicht nicht so verständlich sein, je nachdem wann Mirian sich entschieden hat dir diesen Brief zu geben, aber wir konnten das Risiko nicht eingehen um dich bei uns zu haben.
Wir hätten dich nicht beschützten können. Zumindest nicht so, wie wir es als Eltern hätten sollen. Falls du nach diesem Brief noch Intereresse darin hast uns kennenzulernen wären wir sehr erfreut, wirklich! Wir wären gerne ein Teil deines Lebens!
Deinen Vater findest du in Minas Tirith, mich in Lothlórien.
In ewiger Liebe
Nyla und Boromir

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BeitragThema: Re: "Zum Weißen Baum"   Mi Jul 29, 2015 2:00 am

Als er Anya den Brief schweigend gab, biss sie sich auf die Unterlippe. Sie nahm ihn an sich und betrachtete ihn aus der Ferne und von Nahem. Die Schriftzeichen sahen wunderschön aus und der ganze Brief an sich glich einem Gemälde aus Ornamenten, das sie sich an die Wand gehangen hätte. Mit zitternder Stimme sagte sie: "Ich.....Ich kann nicht lesen...Verzeih..." Sofort wurde sie rot und sah verlegen auf die Tischplatte. Sie hatte nie lesen und schreiben gelernt, war für den Haushalt geboren worden und tat genau das noch heute. Die dekorierte Zimmer und Tische, wusch Wäsche, nähte Klamotten und stopfte Löcher in Socken, doch konnte sie nicht lesen. Es war nicht schlimm, hatte ihre Pflegemutter gesagt, denn sie konnte auch nicht lesen. Sie sagte stets, dass eine Frau nicht lesen musste. Es war die Aufgabe des Mannes, Briefe und Rechnungen zu lesen und das Geld zu verwalten und sie musste nur darauf achten, eines Tages einen schlauen Burschen zu heiraten. Trotzdem war Anya die Situation jetzt doch sehr peinlich....
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BeitragThema: Re: "Zum Weißen Baum"   Mi Jul 29, 2015 2:27 am

Nachdem Byrion ihr den Brief gegeben hatte schien sie ihn eine Zeit lang konzentriert anzusehen, aber dann sagte sie ihm, dass sie nicht lesen konnte und Byrion nickte und nahm den Brief wieder an sich. "Okay... gut...", sagte er mit rauer Stimme und atmete dann tief durch, bevor er zusammenfasste was er gelesen hatte. "Boromir, Sohn des Denethors. Mein Vater. Mein Vater ist der Sohn des Truchsess. Der tote Sohn des Truchsess.", sagte er und war sich immer noch nicht sicher wie er sich damit fühlen sollte. Er hatte grade erfahren wer sein Vater war und er hatte erfahren, dass sein Vater tot war. Dann legte er den Brief ab. "Der Rest ist nur meine Mutter die mir sagt, wie leid es ihr tut.", sagte er und atmete tief durch. Seine Reaktion würde von Anyas abhängen.

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BeitragThema: Re: "Zum Weißen Baum"   Mi Jul 29, 2015 2:42 am

Er nahm den Brief wieder an sich und erklärte ihr dann, dass er Boromirs Sohn war. Anya erschrak. Er war der Sohn eines Königs... Er war ein Prinz! Sofort neigte sie den Kopf vor ihm, so wie ihre Pflegeeltern es ihr beigebracht hatten. Sie hatten stets gesagt, wie wichtig es war, dem Adel gegenüber unterwürfig aufzutreten. Mit geneigtem Haupt sagte sie dann: "Ihr seid ein Prinz Herr..." Boromir war tot, aber ganz Mittelerde kannte ihn. "Euer Vater war ein Held.."
Er meinte, der Rest des Briefes stamme von einer Mutter, die sich entschuldigte und Anya nickte. "Aber diese Mutter kann noch leben! Ihr könnt sie nun auch suchen gehen, so wie ich meine Familie suche."
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BeitragThema: Re: "Zum Weißen Baum"   Mi Jul 29, 2015 3:12 am

Als Anya jetzt ihren Kopf neigte und meinte er wäre ein Prinz schüttelte Byrion nur den Kopf und deutete ihr mit den Händen das zu lassen. "Hört auf Anya, hört auf, wirklich!", sagte er und musste dann wirklich gegen die Tränen ankämpfen, die sich in seinen Augen bildeten. Dein Vater würde enttäuscht sein, wenn du jetzt anfängst zu heulen... dachte er sich und versuchte jetzt sich auf Anya zu konzentrieren. "Außerdem war er nur ein Kämpfer und nächster Truchsess, kein König. Aragorn ist König. Bor- Mein Vater wäre es nie geworden.", sagte Byrion, wobei er wirklich versuchte ruhig zu sprechen. Als sie meinte, dass er immer noch seine Mutter kennnlernen könnte nickte er. "Ja...", sagte er, bevor er auf den Tisch starrte und tief durch atmete.

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BeitragThema: Re: "Zum Weißen Baum"   Mi Jul 29, 2015 3:19 am

Er sagte ihr, sie solle aufhören und Anya war verwirrt. Sie wusste nicht wirklich, was er meinte, schließlich war sie so erzogen worden. Er meinte Boromir sei kein König gewesen und erwiderte auf ihre aufmunternden Worte hin nicht viel... Anya erhob sich langsam und sah ihn traurig an. Anscheinend hatte sie gerade alles falsch gemacht, was man hatte falsch machen können und das, wo sie nicht einmal wusste, was genau jetzt falsch gewesen war. Sie lief langsam zur Tür und meinte dort: "Ich... lasse Euch jetzt am Besten ein wenig allein... Schlaft gut Herr.." Damit verließ sie ihn und lief in ihr Zimmer. Die Höflichkeitsform konnte nicht falsch gewesen sein, so war sie schließlich erzogen worden. Außerdem hatte er sie erwidert.... Was war es also? Sie wusste es nicht.. In ihrem Zimmer angekommen machte sie sich bettfertig und legte sich dann hin..
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BeitragThema: Re: "Zum Weißen Baum"   Mi Jul 29, 2015 3:44 am

Byrion saß noch eine Weile an dem Tisch. Anya war ein nettes Mädchen und was machte er? Er verärgerte sie und schickte sie weg. Er war wirklich zu nichts nutzte. Doch irgendwann stand er auf und zog sein Hemd aus, ebenso seine Hose und dann zog er sich Kleidung zum schlafen an. Anya hatte ihm kein Wasser gebracht und er traute sich jetzt nicht mehr zu ihr zu gehen und sie zu fragen. Eigentlich war er wesentlich mutiger als das, aber er wollte Anya nicht noch mehr nerven. Er legte sein Gepäck neben den Tisch und setzte sich dann auf das Bett, bevor er sich hineinlegte und die Decke über sich zog. Dann schloss er die Augen.

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BeitragThema: Re: "Zum Weißen Baum"   Mi Jul 29, 2015 3:54 am

Anya schlief bald ein, doch schlief sie nicht tief, sondern unruhig. Sie wurde von komischen Träumen geplagt, aus denen einer ganz besonders hervorstach:

Anya lief über eine Wiese. Das Gras der Wiese war sehr hochgewachsen und ging ihr bis über die Taille. Fröhlich sah sie sich um, als ein Schmetterling an ihr vorbeiflog. Sie folgte dem gelben Falter eine Zeit lang, bis er plötzlich in der Luft stehen blieb und dann vom Himmel fiel. Plötzlich war da ein Junge. Sie kannte den Jungen, er war ungefähr 14 Jahre alt und hieß Celeb. Es war ihr Bruder. Er lächelte sie an, doch bald wurde sein Ausdruck ernst und er sagte: "Ich brauche dich Anastasia." Dann wurden seine Augen plötzlich schwarz und sein Körper und vor allem sein Gesicht trieften von Blut. Mit einer dunklen, demonischen Stimme hauchte er: "Ich werde sterben!"

Anya erwachte panisch und stieß einen kurzen Schrei aus. Sie war schweißgebadet. Sie hatte das Gefühl, dass sie diesen Traum ernst nehmen sollte. So lange hatte sie ihren Bruder nicht gesehen und jetzt, so kurz vor ihrer Abreise dieser Traum... Sie stieg aus dem Bett und lief in ihrem Nachthemd die Treppen hinunter bis zu Byrions Zimmer. Dort klopfte sie nun vorsichtig.
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BeitragThema: Re: "Zum Weißen Baum"   Mi Jul 29, 2015 4:13 am

Byrion lag auf seinem Bett und hielt die Augen geschlossen und obwohl er es wirklich versuchte, so konnte er nicht einschlafen. Sein Vater war tot. Er war tot! Byrion konnte ihn niemals kennen lernen und seine Mutter würde irgendwo in Lothlórien sein und verheiratet und wahrscheinlich würde sie eine eigene Familie haben und er lag einige Stunden lang so da und dachte nach, bis es plötzlich an seiner Tür klopfte.

Er stand auf und ging zur Tür und öffnete sie. "Anya...", sagte er, als er die Person erkannte. Dann sah er den Ausdruck in ihren Augen und sah sie besorgt an und er war sofort hellwach. "Geht es dir gut? Was ist passiert?", fragte er besorgt und trat dann aus dem Türrahmen um Anya in sein Zimmer zu lassen. Hinter ihr schloss er dann die Tür. Es war komplett dunkel im Raum, aber Byrion konnte Anyas Umrisse dennoch erkennen.

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