Herr der Ringe - RPG

Ein Rollenspiel in Mittelerde.
 
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 MMF: Help

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Nyllocanya
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BeitragThema: MMF: Help   Fr Jun 07, 2013 7:31 pm

,,Na wieder am Schreiben?", fragte der schwarzhaarige Elf, der soeben das Haus betrat, das er mit seinen Freunden Hafnar und Gleysir bewohnte. Es war ein Haus aus Stein. Es besaß eine Küche, drei Schlafzimmer mit einem angrenzenden Badezimmer. Hafner war Hauptmann einer Elfengarde unter König Espoir und Königin Ireth. Zwischendurch musste er sich neben dem Ausbilden von jungen Soldaten mit anderen Pflichten herumschlagen. Den Papierschlachten, wie Gleysir sie nannte.
So auch heute saß Hafnar an seinem Schreibtisch und schrieb Protokolle. ,,Sag nichts!", grummelte der hellblonde zurück.
,,Ach komm, so schlimm?", neckte Ilias seinen Freund weiter. ,,Grausam trifft es eher.", kam es von Gleysir, der auf dem Sofa lag und ein Buch las.
,,Ja, ja macht euch nur lustig über mich.", sagte Hafnar. ,,Würden wir nie tun!", erwiderte der braunhaarige Krieger lachend und setzte sich auf.
,,Wer es glaubt wird selig.", erwiderte der Hellblonde sarkastisch und tauchte die Feder ins Tintenfass. ,,Ich bin selig!", rief Gleysir und legte lachend das Buch beiseite. Ilias konnte einfach nicht mehr ansich halten und lachte mit Braunhaarigen.

Hafnar hielt beim Schreiben inne und blickte auf. ,,Sagt mal, habt ihr Lachwasser getrunken?"
Daraufhin mussten die Zwei nur noch mehr lachen und bald darauf kugelten sich die beiden vor lachen auf dem Boden.
Hafner schmunzelte bei dem Anblick, es war auch zu komisch wie sich zwei junge Männer wie kleine Kinder auf dem Boden hin und her warfen.
Plötzlich klopfte es an der Tür. ,,Herein!", rief Gleysir lachend. Kurz darauf öffnete sich die Tür und eine Elfenfrau trat ein und zog bei dem Anblick der beiden Männer eine Augenbraue hoch.
Ilias und Gleysir rappelten sich auf und klopften den Staub von ihren Kleidern. ,,Bon quedía, Melandre. (1)", begrüßte der 32 jährige die Elfe mit den rotbraunen Haaren.
,,Bon quedía, vo tres.(2)", erwiderte Melandre . ,,Was führt dich zu uns?", fragte der Bote.
,,Königin Ireth, sie lässt dich rufen. Sie hat einen Auftrag für dich, Ilias.", antwortete Melandre.
Ilias seufzte. Das hieß das er wahrscheinlich sofort aufbrechen musste und dabei hatte er der kleinen Réa versprochen mit ihr zu kämpfen. Natürlich mit Holzschwertern.
,,Ausgerechnet jetzt.", sagte der Schwarzhaarige.




Während dessen anderswo in Mittelerde…..

Sie hatte aufgehört die Tage zu zählen. Sie hatte aufgehört zu hoffen. Es hatte sowieso keinen Sinn. Die junge Frau hatte ihren Blick auf einen unbestimmten Punkt gerichtet. Die Augen starrten scheinbar ausdruckslos in die Luft.
Doch im inneren der Frau herrschte ein Sturm der Gefühle. Gefühle, die sie nicht zeigen wollte.
Sie sollten sie nicht sehen. Nein, so würde sie sich ihnen ausliefern. So war es leicht sie in die Enge zu treiben, wie ein Tier auf der Jagd. Hilflos.
Sie ignorierte die Blicke der anderen. Tat als ob sie diese nicht spüren oder bemerken würde.

Die junge Frau wurde grob auf einen der Stühle im Raum gesetzt und ihre Hände wurden ihr auf dem Rücken festgebunden.
Sie ließ sich nichts anmerken. Nicht einmal den Schmerz von den Seilen, die ihr in die Handgelenke schnitten.
Wann würde die Entscheidung fallen? Die Entscheidung über ihr Leben. Sie spürte wie die schwarzen Augen ihres Gegenübers sie durchbohrten.

Wie so oft ignorierte sie den herablassenden Blick. Sie durfte keine Schwäche zeigen!
(1) = Guten Tag
(2)= Guten Tag ihr drei

,,Ilias was ist?", fragte Gleysir, der den Stimmungswandel des Schwarzhaarigen bemerkt hatte. ,,Ach, es ist nur…ich…ich habe Réa versprochen heute mit ihr zu kämpfen.",erklärte der Elf und seufzte.
,,Ach komm, du kannst doch noch mit der Kleinen kämpfen.", versuchte Gleysir seinen Freund aufzumuntern. ,,Und wie? Wahrscheinlich muss ich gleich danach aufbrechen."
,,Vielleicht, ich weiß es nicht Ilias.", sagte Melandre und sah Ilias mitfühlend an. Jeder im Raum wusste, wie sehr er die kleine Réa in sein Herz geschlossen hatte.

☙ Rückblick ❧
Es war Anfang Herbst, als eine kleine sechsjährige Elfe mit einem kleinen Holzschwert auf den Trainingsplatz gelaufen kam, wo Ilias gerade mit anderen Elfen trainierte.
Die Erwachsenen sahen das Mädchen verwundert an. ,,Was möchtest du hier?", fragte nach einer Weile ein großgewachsener Elf namens Reyklas.
,,ich möchte kämpfen lernen.", antwortete die Rothaarige und lächelte dabei und hielt stolz ihr Holzschwert hoch. ,,Du willst kämpfen lernen?", fragte Reyklas noch einmal und zog eine Augenbraue hoch. Die kleine Elfe nickte und schaute ihn aus ihren graublauen Augen an.

Darauf hin musste Reyklas lachen und mit ihm viele andere Krieger. ,,Kleine, nimm uns das nicht übel, aber du bist noch zu klein dafür.", sagte der Braunhaarige lachend.

Die graublauen Augen begannen sich mit Tränen zu füllen. Ilias konnte das nicht mitansehen und schritt ein. ,,Reyklas, lass sie doch. Wenn sie unbedingt kämpfen lernen will, dann soll es so sein."

Reyklas lachte nur noch mehr. Ilias wandte sich von dem Braunhaarigen ab und hockte sich vor die Rothaarige. ,,Hey…nicht weinen, Kleines. Wie heißt du denn?", sagte er und lächelte die sechsjährige sanft an. ,,Réa.",schniefte die Elfe.
,,Réa. Ein sehr schöner Name. Wie alt bist du denn Réa?", fragte der Schwarzhaarige freundlich.
,,Sechs.", entgegnete ihm das kleine Mädchen. ,,Und du möchtest kämpfen lernen?"

Wieder nickte Réa. ,,Ich kann es dir beibringen wenn du möchtest, scher dich nicht um die anderen, jeder von ihnen hat mal klein angefangen.", sagte er lächelnd.
,,Das wäre toll!", rief die Kleine und lächelte wieder.
,,Dann sollten wir beginnen nicht wahr? Nicht das, dein schönes Schwert noch unbenutzt liegen bleibt."

Kurz darauf befanden sich beide auf dem Trainingsplatz und Ilias erklärte Réa die Grundlagen des Kämpfens.
Die Rothaarige lernte schnell und zeigte Talent.
Als der Tag sich langsam dem Ende neigte und Ilias das Training für beendet erklärt hatte, sagte Réa:,, Das war der schönste Tag meines Lebens."
,,Wirklich? Ist denn heute ein besonderer Tag?", fragte Ilias neugierig. ,,Ja, heute ist mein Geburtstag, erklärte die Elfe, und da hab ich das Schwert bekommen.", stolz hielt Réa ihr Schwert hoch.
,,Alles Gute zum Geburtstag, Réa!", sagte der Schwarzhaarige und reichte ihr seine Hand um ihr zu gratulieren.
Doch die Kleine dachte gar nicht daran seine Hand zu ergreifen, stattdessen umarmte sie ihn so heftig, dass er beinahe umfiel. ,,Danke für dieses schönen Tag.", rief der kleine Wirbelwind.

,,Gern geschehen!", rief Ilias lachend und verwuschelte Réa die Haare.


☙ Rückblick-Ende ❧


Ilias seufzte bei der Erinnerung an die erste Begegnung mit der rothaarigen Elfe. Er sah die graublauen Augen schon vor sich wie sie ihn enttäuscht ansahen.
Er wollte nicht das sie traurig war. In Gedanken verfluchte er die Tatsache, dass er Bote geworden war.

Seufzend machte verabschiedete er sich von seinen Freunden und verließ das kleine Haus.

Gleysir und Hafnar sahen ihrem Freund besorgt nach. Wussten sie doch, wie sich der Bote fühlte. Hin-und Hergerissen zwischen Versprechen und Pflichten.


……
Anderswo in Harlindon….
Eine Elfe lief auf dem weißen Strand von Harlindons Küsten entlang. Der Wind spielte mit den dunkelroten Haaren.
Ein Apfelschimmel lief neben der jungen Frau her. Die Sonne schien und keine Wolke war am Himmel zu sehen. Es war ein vollkommen friedliches Bild.

Armithar seufzte schwer. Er hasste es friedliche Momente zu unterbrechen, aber er musste seinen Befehl ausführen. Ob er nun wollte oder nicht. Schwerenherzens rief er den Namen der Elfe.
Diese blieb stehen und wandte sich in die Richtung aus, der der Ruf gekommen war.
Der groß gewachsene Elf lief zu der jungen Frau und grüßte sie: ,,Bonquedía, Chaaya."(1)
,,Bonquedía Armithar. Que te guthar a min?" (2), erwiederte diese.
,,Reyanna Ireth, la allamale to les estaférieres. Reyanna Ireth a un taera por quenom de quatros." (3)

,,Un taera? Boni. Arrivada. ", (4)antwortete Chaaya und pfiff leise nach ihrem Hengst, der während des Gesprächs mit den Wellen gespielt hatte.
Sofort kam Amiri angetrabt und kniete sich neben seine Herrin, damit diese aufsteigen konnte. Chaaya tastete mit der linken Hand nach Amiris Mähne und zog sich mit der rechten Hand auf dem Rücken des Apfelschimmels.

Dann erhob sich der Hengst vorsichtig und Chaaya ritt neben Armithar in Richtung des Königspalastes.




,,Wissen die anderen schon bescheid?",fragte Ilias nach einer Weile des Schweigens Melandre.
,,Armithar sagt es Chaaya und Palathron wurde zu Phalin geschickt und zu Círdan wurde ein Rabe geschickt. ", antwortete die Elfe.
,,Auf dem üblichen Wege also."
Die Rotbraunhaarige nickte.
Nach einer Weile erreichten sie endlich den Königspalast. Vor den Toren standen Elfen in silberfarbener Rüstung und grauen Umhängen. In der rechten Hand hielten sie einen Speer und in der linken einen Schild mit dem Wappen der Elfenkönige. Das Wappen wurde von zwei weißen Phönixen dargestellt, die mit ihren Flügeln die Rune der Hoffnung berührten.

Nachdem Melandre einpaar Worte mit der Wache gewechselt hatte durften sie passieren.

Im Düsterwald….
Círdan war gerade dabei sich fürs Trainieren umzuziehen als ein weißer Rabe auf seine Fensterbank geflogen kam.
Der Elf lächelte. Es war ein Rabe seines Volkes. Immer noch lächelnd zog er sich das Hemd über und das Ledervams über und trat dann zu dem Raben ans Fenster. ,,Tiwèle, que chiva tu a par mi?"(5), sagte der Kurzhaarige und strich dem Vogel über den Kopf.
Dann band er die Pergamentrolle von dem rechten Bein des Rabens.
,,Un chiva de Reyanna Ireth y Reyo Espoir. (6)", sagte er überrascht und entrollte das Pergament.

Der Blick des Elfen wurde beim Lesen der Nachricht immer ernster und besorgter.
Nachdem er zu Ende gelesen hatte, sagte der hellblonde: ,,Asumra el taera." (7)


_________________________________________________________________________
Kurze Übersetzung: 1= Guten Tag
2= Guten Tag, Armithar. Was führt dich zu mir?
3= Königin Ireth. Sie ruft nach ihren Boten. Sie hat für Jeden von euch
Vieren einen Auftrag

4= Ein Auftrag? Gut. Ich komme.
5= Tiwèle, was für eine Nachricht hast du für mich?
6= Eine Nachricht von Königin Ireth und König Espoir
7= Ich nehme den Auftrag an.
_________________________________________________________________________

Eine Weile später passierten auch Armithar und Chaaya zusammen mit Palathron und Phalin das Tor zum Palast.
Ilias und Melandre sahen sie durch eines der großen Fenster im Empfangssaal kommen.
Eine Weile später betraten die zuvor Gesehenen den Saal.
,,Bonquedia vo dos.(1)", begrüßte Ilias die Beiden. ,,Bonquedia Ilias y Melandre.(2)", erwiederten Chaaya und Phalin den Gruß.

Die Vier redeten eine Weile mit einander, doch Ilias wandte sich bald von ihnen ab und blickte aus dem großen Fenster, von wo aus man Herlinden überblicken konnte. Der Schwarzhaarige seufzte leise. Mit seinen Gedanken war er wo anders.
Chaaya merkte das Ilias etwas bedrückte. Sie hatte es gespürt und das leise seufzen gehört, das dem Elfen entwichen war.
Sie ging in die Richtung aus, der sie das seufzen vernommen hatte und spürte bald die Nähe des Anderen.
,,Ilias que affligas ti?(3)", fragte sie sanft. Ilias schreckte aus seinen Gedanken hoch, als er die Stimme der Dunkelrothaarigen hörte. ,,Un Promesa."(4), antwortete er leise.
,,La petía Réa? Ne vrai? Noviolo?"(5), sagte sie leise. ,,Vala, noviola mi." (6), engegnete Ilias und seufzte schwer.

Chaaya wollte etwas entgegnen doch in diesem Moment betraten die Herrscher über das Elfenreich, den Empfangssaal.

………………………

Der Wind wehte ihr die braunen Haare ins Gesicht und fuhr unter ihren grünen Mantel. Die blau-grauen Augen blickten nach vorne auf einen bestimmten Punkt. Sie war jung. Doch wenn man ihr in die Augen schaute sah man, das sie keines Wegs unerfahren war.
Sie war erschöpft und müde. Zum Glück war es nicht mehr weit. Vielleicht noch ein-zwei Stunden ritt und sie würde endlich rasten können.

Plötzlich begann ihre Stute laut zu wiehern. Die Braunhaarige lächelte. ,,Alya ich freu mich auch auf-", doch sie hielt verdutzt inne, als ein weiter entferntes Wiehern ertönte.
Die 16 Jährige ließ die Zügel los und nahm ihren Bogen von der Schulter und zog einen Pfeil aus ihrem Köcher und legte ihn auf die Bogensehne.
Den Blick in die Richtung gerichtet aus der sie das wiehern vernommen hatte. Und Tatsächlich erschien ein Pferd samt Reiter auf der Ebene.
Der Reiter schien es eilig zu haben, denn er kam immer näher. Kurz darauf entdeckte Alessandra den Grund dafür. Orks.
Einen kurzen Moment überlegte Alessandra ob sie eingreifen sollte oder nicht. Schließlich hatte sich auch keiner um sie gekümmert. Doch die Entscheidung wurde ihr abgenommen. Die Orks kamen immer näher.
……………………

Es klopfte an der Tür. Das Klopfen blieb nicht ungehört. Der Bewohner des geräumigen Talans schlief. Und das aus gutem Grund schließlich war er erst gestern spät Abends von einer seiner Reisen zurück gekehrt.
Es klopfte erneut an der Tür. Die Bettdecke wurde über einen dunkelblonden Haarschopf gezogen. Grummelnd drehte sich der Mann auf die Seite und versuchte weiterzuschlafen.
Das Klopfen wurde lauter.
Der Mann tastete nach einem Kissen und legte es sich über den Kopf.
,,Elessar! Ich weiß das du da bist!"
Ein Grummeln war die Antwort. Es war ihm egal. Er wollte schlafen.
Einfach nur schlafen.
,,Elessar! ", ertönte es erneut durch die Tür. ,,Mir ist es egal wer ihr seit lasst mich schlafen!", rief der Zauberer genervt und murmelte zwei wohl gewählte Worte.

,,Ist es dir auch egal wenn deine Herrin draußen steht?"
Elessar schreckte hoch und stieß sich seinen Kopf an einem Bücherregal, das über seinem Bett hing. ,,Autsch.", sagte er und rieb sich den Kopf und stand widerwillig auf und zog sich ein Hemd über.
,,Gibt es irgendeinen Grund mich aus dem Schlaf zu reißen?", fragte er während er seiner Herrin öffnete.
Diese lächelte über die Worte des Istaris. Er war der geborene Morgenmuffel. ,,Dir auch einen Guten Morgen, mellon nîn.", sagte sie und setzte sich an den Küchentisch, während Elessar Wasser für einen Tee aufsetzte. Nach einer Weile fing das Wasser an zu kochen und der Zauber nahm den Kessel vom Feuer und goss Tee auf.
Danach setzte er sich ebenfalls an den Küchentisch und sah die Noldor fragend an.
,,Nun es ist schwer zu erklären, aber….ein vergessenes Volk scheint um Hilfe zu rufen.", antwortete die blonde Elbin.
,,Was? Ein vergessenes Volk?", fragte Elessar ungläubig und verschluckte sich beinahe an seinem Tee. ,,Ja, ein vergessen gelaubtes Volk ruft um Hilfe. "
,,Dann ist die Prophezeiung also wahr?", fragte der dunkelblonde Istari. ,,Prophezeiungen sind weder das eine noch das andere. Sie werden vom Schicksal gelenkt. Bei Prophezeiungen gibt es auch kein richtig und falsch, da jeder sie anders deutet.", erwiderte die Herrscherin Lóriens.




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Übersetzung:
(1)= Guten Tag ihr Zwei
(2)= Guten Ilias und Melandre
(3)= Was bedrückt dich Ilias?
(4)= Ein Versprechen.
(5)= Die kleine Réa? Nicht wahr mein Freund?
(6)= Ja, meine Freundin.
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Die schwarzen Augen sahen die Goldbraunhaarige an, doch diese blickte an ihm vorbei. Scheinbar regungslos saß sie gefesselt auf ihrem Stuhl. ,,Ihr , Visenya Tochter der Kaufmannstochter Lyria und des Elbenkriegers Fairion, aus Nord-Harad wurdet wegen Diebstahls und Mordes angeklagt, außerdem seit ihr eine Auftragsmörderin."
Die Stimme des Richters hallte an den Wänden wieder. Sie klang gleichgültig und gelangweilt.

,,Ja und?, sagte Visenya mit ebenfalls gleichgültig klingender Stimme, Ja ich bin angeklagt, ja ich habe den Diebstahl und die Morde begangen und ich habe als Auftragsmörderin gearbeitet. Was wollt ihr denn noch? Ihr habt doch bereits alles was ihr wissen müsst auf euren Papieren stehen. Also worauf wartete ihr noch?"

,,Wer hat euch erlaubt zu sprechen? Ich denke Niemand. Ihr redet erst wenn euch das Wort erteilt wird. ", erwiderte der Richter kalt.
,,Zu eurer Frage: ich habe es mir selbst erlaubt zweitens habe ich ein Recht darauf zu-"
,,SCHWEIG!", unterbrach sie der Richter.
,,Vielen Dank das ihr mich ausreden lasst. Sehr höflich. Nun ich habe ein Recht darauf mich zu verteidigen.", sagte Visenya unbeeindruckt.

,,Ich sagte SCHWEIG!", rief der Richter erzürnt.
,,Ja das habe ich bereits zur Kenntnis genommen, Herr Richter."
,,Führt sie ab! Die Verhandlungen werden verlegt.", sagte der Angesprochene glühend vor Zorn.

,,Sagt mal fällt euch eigentlich nichts besseres ein?, sagte Visenya gelangweilt während zwei Soldaten ihre Fesseln lösten und sie vom Stuhl hochrissen. ,, Immer das gleiche. So kommt ihr keinem Ergebnis.",rief sie noch während sie von den Männern nicht gerade sanft zur Tür de Gerichtssaals geschleift wurde.

………………………..

,,Bienveno los tres. Estaférieres de Harlindon. ", (1)erklang die sanfte Stimme von Königin Ireth.
Melandre, Armithar und Palathron zogen sich zurück und die drei Boten stellten sich in einer Reihe vor dem Königspaar auf und neigten respektvoll den Kopf.
,,Mandeos paré amen un taera por quenom de vo."(2), erklärte König Espoir den vieren.

,,Queda taera conteni un Manda de Aide par no gent. Malo es auren. "(3), erzählte Die Elfenkönigen weiter und reichte dabei jedem eine Schriftrolle mit dem Siegel des Königspaars.
Das Böse ist wieder erwacht? Wie ist das möglich?, dachte Phalin entsetzt während er die mit Wachs versiegelte Pergamentrolle entgegen nahm. Elf mit den kupferroten Haaren schüttelte sich innerlich.

Chaaya zuckte bei den Worten ihrer Königin zusammen. Entsetzt über die Neuigkeit entglitt ihr fas die Schriftrolle.
Nicht unähnlich ging es Ilias. ,, Sait que la chiva llenar vo con Miedo. No noma vo. La Miedo llenarda no harach. Todav hayan espoira. La espoira que las otras gentes suiva no Manda apro Aide.", sagte der Schwarzhaarige Elfenkönig. (4)

,,Ilias Snowbreeze, que affligas vo?" (5), fragte die Elfenkönigin den 32 Jährigen Boten. Sie hatte nicht nur die Gabe der Voraussicht. Sie fühlte auch wenn andere etwas bedrückte. Die dunkelblonde Elfe trat auf Ilias zu. Bei jedem ihrer Schritte raschelte der Stoff des silbergrauen Samtkleides, das sie trug.
Der Angesprochene sah auf. ,,Un Promisa, Reyanna mi." (5), antwortete der 32 Jährige seufzend.
,,Y un Promisa allando teniar."(6), sagte die Elfe lächelnd. ,,Ade…"(7), begann Ilias, doch Ireth unterbrach ihren Boten und sah ihn aus ihren grünen leicht schrägen Augen an. ,,Ilias, na es importa que un Promisa que allando queno. La petiá atande á tu. Lev!" (Cool

Ilias wollte noch etwas sagen, doch Espoir kam ihm zu vor:,, Ella a razon, Ilias Snowbreeze. Lev. El taera es povea ayar importa adeo es más importa de allando un Promisa."(9)
Der schwarzhaarige Bote lächelte einwenig verneigte sich und sagte:,, Merca vot."(10)
Und verließ den Saal.

…………………..
Wieder saß sie hier. Wie Jedes Mal wenn sie ihre Meinung bei den Verhandlungen ungefragt kund tat. Visenya seufzte. Sie wollte hier raus!
Wut erfüllte sie. Doch sie unterdrückte den Drang sich von ihr leiten zu lassen. Bloß keine Schwäche zeigen!, dachte sie und lehnte sich gegen eine der kalten und feuchten Mauern ihrer Zelle.

Sie spürte die Blicke der beiden Wächter, doch sie ignorierte diese.



……………………..

Alessandra zögerte keine Sekunde zu früh, als sie den Pfeil los ließ. Sofort zog sie den Nächsten aus ihrem Köcher, legte ihn auf die Bogensehne, zielte und schoss. Mehrere Pfeile folgten. Manche trafen ihr Ziel.
Der Reiter, der ihr entgegen kam tat das Gleiche, doch in einem Moment der Unachtsamkeit wurde der Reiter von einem Pfeil getroffen.

………….

Warum?, dachte die Braunhaarige wütend. Musste heute wirklich alles schief laufen? Erst stritt sie sich mit ihrer besten Freundin und nun hatte sie auch noch Orks am Hals. ,,Verdammt!", fluchte die Elfe als die Orks immer näher kamen. Und sie hatte nur ihren Bogen und ihren Dolch dabei.
Wütend griff die Elfe mit den blauen Augen nach ihrem Bogen und zog zwei Pfeile aus ihrem Köcher, legte sie auf die Bogensehne, zielte und schoss. Die Pfeile trafen beide mehr schlecht als recht ihr Ziel.
Die Elfe schoss noch weitere Pfeile ab. Plötzlich schossen andere Pfeile an ihr vorbei. Orks brachen tödlich getroffen zusammen. Nivân drehte sich in die Richtung aus der sie die Pfeile vermutete. Und dann spürte sie einen plötzlichen Schmerz an ihrer rechten Schulter.


(1)= Herzlich Willkommen ihr Drei. Boten von von Harlindon.
(2)= Wir ließen euch rufen weil wir einen Auftrag für jeden von euch haben.
(3)= Jeder Auftrag enthält den Hilferuf unseres Volkes. In Zeiten des Krieges. Das Böse ist wieder erwacht."
(4)= Ich weiß diese Nachricht erfüllt euch mit Angst. Nicht nur euch, auch uns erfüllt die Angst. Dennoch gibt es Hoffnung. Die Hoffnung, das die anderen Völker unserem Ruf folgen.
(5)= Ein Versprechen, meine Königin.
(6)= Und ein Versprechen sollte gehalten werden.
(7)= Aber…
(Cool= Ilias, nichts ist wichtiger als ein Versprechen das ihr Jemandem gegeben habt. Die Kleine wartet schon auf dich. Geh!
(9)= Ilias Snowbreeze, sie hat recht. Geh. Ein Auftrag mag noch so wichtig sein, ein Versprechen zu halten ist wichtiger.






Beim Fangornwald….
Sie hatte das doch nicht gewollt! ,,Ach verdammt! Es tut mir leid!", schrie die Schwarzhaarige gegen den Wind, der über den großen See auf der von Bäumen umringten Lichtung wehte.
Streit war das letzte was sie gewollt hatte. Sie wollte sie doch nur aufmuntern! Den ganzen Tag war Nivän nicht gut drauf gewesen und als Enelya sie nach dem Grund gefragt hatte, war diese gleich in die Luft gegangen.

Enelya ließ sich seufzend auf die Knie fallen. Sie wusste nicht wie lange sie am See gesessen hatte und mit ihren grünen Augen auf ein unbestimmten Punkt in die Ferne geblickt hatte. Als Jemand sie von hinten ansprach: ,,Na habt ihr euch gestritten?"
,,Woher?", begann die Schwarzhaarige, doch der Elf unterbrach sie lächelnd. ,,Warum sonst sollte Nivân alleine auf Schattentanz ausreiten?"

Enelya seufzte leise. Garthen hatte recht. Normalerweise würde sie jetzt mit Nivân zusammen reiten.

Die Schwarzhaarige lächelte einwenig. Als sie die vertraute Stimme hörte. ,, Ja leider…wenn ich nur…", doch sie brachte den Satz nicht mehr zu Ende. Ein ungutes Gefühl beschlich sie.
,,Enelya, was ist?", fragte der Elf hinter ihr.

,,Etwas stimmt nicht.", antwortete die Schwarzhaarige. ,,Was stimmt nicht?", fragte der Dunkelhaarige.
,,Nivân ist in Gefahr."

…………………………
Alessandra schoss noch weitere Pfeile auf die Kreaturen Saurons ab. Doch bald war sie selbst von Orks umringt und musste zum Schwert greifen.
Jeder Ork der ihr zu nahe kam wurde Opfer ihres Schwertes.

Doch nach einiger Zeit drohte der Braunhaarigen die Kraft auszugehen. Sie versuchte einen Blick auf den unbekannten Reiter zu erhaschen, doch ein Ork trat ihr in den Weg und versuchte sie aus dem Sattel zu ziehen. Alessandra köpfte ihn mit einem Hieb ihres Schwertes.

………………..

Chaaya hörte wie sich Ilias bei dem Königspaar bedankte und den Saal verlies. Sie lächelte in sich hinein.
Doch dann ergriff sie das Gefühl der Unsicherheit und der Angst. Dies war kein gewöhnlicher Botengang. Dies war ein Auftrag, der viele Leben bestimmte. Nicht nur das ihres eigenen Volkes.
Warum ich?, dachte sie, Warum?

Phalin drehte die Schriftrolle unsicher in den Händen. Auch ihn quälten ähnliche Gedanken wie Chaaya. Doch er dachte auch an seine Familie. Wenn er ging würde er sie Wiedersehen?
Der Elf seufzte leise. In seinen Händen hielt er etwas, was den Verlauf vieler Leben bestimmte.

Eine große Verantwortung. Zu groß. Für sie. Wie sollte sie das….Warum ausgerechnet ich?, dachte Chaaya. Die Zweifel überrollten sie wie eine Welle kalten Wasser.


……………
Visenya hasste diese Warterei. Sie war mit ihrer Geduld am Ende. Sie wollte nicht länger warten. Und doch hielt sie sich eisern zurück. Sie würde so nur Schwäche zeigen. Und schwach wollte sie nicht sein.

Immer noch sahen sie die Wächter an. Sie spürte ihre Blicke in ihrem Rücken, während sie aus dem vergitterten Fenster hinausblickte.
,,Als wäre ich ein Tier, das noch nie zuvor gesehen wurde.", dachte sie. Obwohl sie schon sehr lange hier war. Starrten sie alle an.
Sie hasste es. Wie es wohl Valerion geht?, dachte sie und seufzte innerlich. Wann würde sie ihn Wiedersehen? Würde sie ihn überhaupt Wiedersehen?

Sie spürte wie ihr die Tränen in die Augen stiegen, doch sie drängte sie zurück. Zumindest versuchte sie es. Die Halbelbin ballte die Fäuste. Sie wollte nicht schwach sein. Doch gegen ihren Willen fand eine Träne den Weg über ihr Gesicht.
Visenya wischte sie mit dem Handrücken fort.

……………..

Sie liebte diesen Ort. Er strahlte Ruhe aus. Ruhe zum Nachdenken. Noch immer schwirrte ihr der Kopf von Elronds Botschaft.
Der Wind spielte mit ihren dunkelblonden Haaren. Die eisgrauen Augen blickten in die Ferne.
Sie seufzte leise. Was hatte Elrond damit gemeint? Ein vergessenes Volk ruft um Hilfe. Warum wollte Gandalf so dringend mit ihr sprechen?
Sie hörte ein leises Schnauben hinter sich. Die Dunkelblonde drehte sich lächelnd um. ,,Ist ja gut mein Freund, es geht ja gleich weiter."
Der graue Apfelschimmel sah sie aus seinen schwarzen Kulleraugen an.
…………..

Nachdenklich rieb sich Elessar die Stirn. Galadriels Worte waren wahr. Prophezeiungen konnten unterschiedlich gedeutet werden. ,,Welches Volk ruft um Hilfe?", fragte er.
,,Ich weiß es nicht, mellon nîn. , entgegnete Galadriel und trank einen Schluck Tee, Auch Elrond weiß es nicht."


……
Visenya wusste nicht wie lange sie einfach so dagestanden hatte. Tief in Gedanken versunken sah sie hinaus in die Ferne.
Plötzlich hörte sie vetraute Schritte, die immer näher kamen und schließlich vor ihrer Zelle zum stehen kamen.
,,He du! Die Verhandlung geht weiter!", rief eine barsche Stimme.
Visenya seufzte innerlich. Dann wurde die Zelle aufgeschlossen. Zwei Männer traten ein und packten die Halbelbin unsanft an den Oberarmen.
Die gold-braunhaarige gab ein bedrohliches Knurren von sich.
,,Das wird dir nichts nützten!", sagte einer der Soldaten. ,,Ganz genau.", stimmte der andere seinem Kameraden zu und gemeinsam zogen sie Visenya aus ihre Zelle.
Ohne Rücksicht auf die Halbelbin zu nehmen schleiften sie sie durch die Gänge bis zum Gerichtssaal.

Plötzlich hörte Visenya eine vertraute Stimme. Sie sah sich suchend um und entdeckte ihn.
Er redete gerade mit einem Menschen.
Visenya sah weg und blickte zu Boden.



…..
,,Na gut mellon nîn, dann lass uns weiter gehen.", sagte die Dunkelblonde und schwang sich wieder auf ihr Pferd. Nun war es nicht mehr weit bis Bruchtal.
Bald konnte sie sich wieder ausruhen. Die Zauberin lenkte ihr Pferd in die richtige Richtung und kurz darauf preschten Pferd und Reiter über die Ebenen.

Nach einpaar Stunden erreichte sie die Grenzen von Imladris.
Der Gedanke an ein richtiges Bett und an richtige Mahlzeiten ließen ein leichtes Lächeln auf ihrem Gesicht erscheinen.
Sie war müde und erschöpft. Doch als ihr Pferd die Grenze überschritt traten ihr zwei Elben und ein Mensch in den Weg.
,,Mae govannen, Yára. Lang ist euer letzter Besuch her.", sagte einer der Elben und schob dabei seine Kapuze vom Kopf.
Die Angesprochene lächelte ehe sie antwortete:,,Mae govannen, ihr drei. Ja Lang ist es her. Doch nun bin ich wieder hier."

,,Mae govannen, Yára.", wurde sie von dem Dunkelhaarigen begrüßt. Ein wohliger Schauer lief ihr den Rücken hinunter als sie die tiefe Stimme von Aragorn hörte.
----------------------
Ilias verließ nachdenklich den Königspalast. Er hatte schon viele Aufträge ausgeführt. Allein oder mit den anderen zusammen.
Er mochte die anderen sehr. Vor allem Chaaya. Er bewunderte sie dafür, wie sie jeden Auftrag trotz ihre Blindheit meisterte.
Auch kämpfte sie ziemlich gut. Er hatte es am eigenen Leib beim Trainieren erfahren. Oder Phalin, Círdan, der im Düsterwald lebte.
Der 32 Jährige hatte sie alle in sein Herz geschlossen. Er konnte sich nach all den Jahren kein Leben ohne sie vorstellen.
Er seufzte leise. Hier ging es um Leben. Hier ging es um das Wohl aller Völker!
Plötzlich riss ihn eine fröhlich klingende Stimme aus seinen Gedanken. ,,ILIAS!", rief die eine vertraute Stimme und im nächsten Moment fand sich der Schwarzhaarige auf dem Boden wieder.
Réa, hatte ihn wortwörtlich umgerannt. Ilias lächelte. ,,Freut mich auch dich zu sehen Perinofenda (1)."
Die mittlerweile neunjährige Rothaarige lachte ihr Glockenhelles Lachen und ließ ihren besten Freund aufstehen.
Dieser klopfte sich den Staub aus den Kleidern und meinte dann:,,Und wollen wir?"
,,Ja!", rief Réa und strahlte über das ganze Gesicht.

,,Na dann, ich hol mir noch eins von den Holzschwertern und dann können wir beginnen, ja?", entgegnete Ilias.
Die Rothaarige Elfe nickte. Der Elf ging in Richtung des Hauses, wo die Übungswaffen aufbewahrt wurden und kehrte nach einer Weile zurück.

Die Beiden stellten sich in die Grundhaltung im Kampf und begannen mit einander zu kämpfen.
Doch beim Kampf war Ilias ganz woanders. Beim Auftrag.
Die kleine Elfe merkte das mit ihrem Freund etwas nicht stimmte. Sie tauchte geschickt unter seinem halbherzig ausgeführten Hieb weg und sagte laut: ,,Noviolo, was..was ist mit dir?"

,,Wa-was?", schreckte Ilias aus seinen Gedanken hoch. ,,Was ist mit dir Noviolo?", wiederholte Réa. Ilias seufzte.
,,Das ….Ich hab einen neuen Auftrag und…und der …nun…von dem hängt viel ab. Ziemlich viel sogar. ", antwortete Ilias.
,,Was hängt davon ab?", fragte die Rothaarige und sah Ihren Freund aus graublauen Augen an.

-------






,,WAS?!", rief der Dunkelhaarige. ,,Ich fühle es Garthen. Und du weißt das man sich auf sein Gefühl verlassen sollte.", entgegnete Enelya und erhob sich.
Garten trat zu ihr und legte ihr die Hand auf die Schulter . ,,Ich weiß. Ich hab es dir ja beigebracht….", begann er doch er wurde von der Schwarzhaarigen unterbrochen.
,,Suvra tone coera. "(2)

,,Vala napprende boni." (3), entgegnete der Elf lächelnd. Enelya blickte verlegen zu Boden.
Garthen war ihr wie ein Vater geworden.
Er hatte ihr zusammen mit den anderen Elfen alles beigebracht was sie wussten. Er hatte sie das Kämpfen und die Geschichte der Elfen gelehrt.
,,Ich muss gehen. Nivan braucht Hilfe.", sagte Elenya und stieß einen Pfiff aus und ein Palomino




(1)= Wirbelwind
(2)= Folge deinem Herzen
(3)= Ja, da hast du gut aufgepasst


Círdan war beim Training ebenfalls mit seinen Gedanken woanders. Beim Auftrag.
Hatte er zu früh gehandelt? Nein, dachte er, ich werde meinem Volk und anderen Völkern Mittelerdes helfen!
Er beendete sein Training. Es hatte keinen Zweck. Wenn er mit den Gedanken woanders war.
Der dunkelblonde steckte das Schwert zurück in die lederne Scheide zurück.
Er verließ den Trainingsplatz und lief in Gedanken versunken in irgendeine Richtung.

Seine Schritte trugen ihn zu den Pferdeweiden vom Düsterwald. Dort wieherte ein fast schwarzes Pferd, als es seinen Reiter erblickte und kam angetrabt.

Círdan hob den Blick und begrüßte Amras und strich ihm über die Stirn. ,,Hale Noviol mi.",(1) sagte er lächelnd.
Ambras stupste ihn sanft mit der Nase an. ,,Noviolo mi, tu a razo. Ni Vespa al me." (2) sprach er zu seinem Pferd und lehnte seinen Kopf gegen die Stirn des Pferdes.


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Ilias seufzte leise. ,,Das…das ist kompliziert.", antwortete er. Réa nickte, doch sah sie ihn weiterhin fragend an.
Ilias dachte kurz nach. Einerseits wollte er der kleinen Elfe keine Angst machen, andererseits wollte er sie auch nicht unwissend lassen, was seiner Meinung nach schlimmer als alles andere war. Außerdem hasste er es zu lügen und die Wahrheit zu verhüllen.
,,Na dann komm, setzten wir uns.", sagte er leise und setzte sich mit Réa auf einer der steinernen Bänke.
,,Das was ich dir jetzt erzählen werde, erzähle ich dir nur weil du es noch früh genug erfahren wirst und weil ich dich nicht im Dunkel tappen lassen will. Ich will dir auch keine Lüge erzählen, das könnte ich nicht . Das weißt du.", begann Ilias und erzählte vom Auftrag.

Nach einer Weile endete er und die rothaarige, die die ganze Zeit still dagesessen hatte und versuchte zu verstehen was ihr Freund ihr erzählt hatte.
,,Das heißt, dass du gehen musst.", sagte sie und sah ihn aus graublauen Augen an.
,,Ja, das heißt es."

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Visenya sah noch einmal in die Richtung von IHM und hoffte, dass ER ihren Blick nicht bemerken, sie ansehen und erkennen würde. Oder noch schlimmer an den Verhandlungen teilnehmen.
Dann würde Er ihre Geschichte erfahren. Und das wollte sie auf keinen Fall.
Nein. ER sollte ihr nicht folgen.
Sie seufzte innerlich als sie den Gerichtssaal zum Zweiten Mal an diesem Tag betrat. Wann würde das alles ein Ende haben?
Irgendwann. Beantwortete sie sich selbst die Frage.
Unsanft wurde sie auf den Stuhl gedrückt und ihre Hände wurden wieder in Fesseln gelegt.

Visenya bemerkte nicht wie ein schwarzhaariger Elb an dem Raum vorbei ging und einen Blick auf die Gol-Braunhaarige erhaschte und stehen blieb. Noch einmal genauer hinsah und seinen Augen nicht trauen wollte.

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Elenya hängte sich ihren Bogen um die Schulter und schwang sich auf Sonnentanz und lenkte ihn in die richtige Richtung und preschte los.
Garten sah ihr nach. Und hoffte, dass sie Nivân rechtzeitig zur Hilfe kam.
Die schwarzhaarige Elfe lies den Fangornwald bald hinter sich.
Sie spürte das Nivân in großer Gefahr schwebte. ,,Rapida Noviolo mi !" (2), rief sie.
Sonnentanz beschleunigte.
Und flog fast über die Ebenen.
Der Wind peitschte Elenya so ins Gesicht, das ihre Augen tränten.

Nach einer Weile hörte die Elfe das aufeinandertreffen von Waffen und Schreie.
Und im nächsten Moment entdeckte sie den Grund dafür. Orks.
Suchend blickte sie sich nach ihrer besten Freundin um.
Dabei entdeckte sie eine junge Frau mit langen braunen Haaren, die ihr Schwert den Tod singen ließ.
Die schwarzhaarige Elfe nahm entschlossen ihren Bogen von der Schulter und zog ein paar Pfeile aus dem ledernen Köcher.
Zielte und schoss. Die Pfeile fanden ihr Ziel und weitere folgten.
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Nivân verzog das Gesicht vor Schmerz, als sie vom Pfeil getroffen wurde. Sie wollte ihn gerade heraus ziehen, als ein weitere Pfeil traf.
Dann wurde alles schwarz. Die Zügel glitten ihr aus den Händen und sie rutschte aus dem Sattel.

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Alessandra hieb auf die Orks ein und spürte wie ihre Kraft langsam nachließ, doch sie wollte nicht aufhören.
Plötzlich sah sie wie mehrere Orks zu Boden gingen. Pfeile ragten aus ihren Körpern. Verwirrt blickte sich die junge Frau um.
Wieder schob sich eine hässliche Kreatur Mordors in ihr Blickfeld mit scheinbar letzter Kraft schwang sie ihr Schwert und ließ es auf den Ork nieder sausen.


Nun war ihre Sicht wieder frei und sie sah eine nicht weit entfernte Gestalt auf einem Pferd , die immer näher kam.
Die Gestalt war eine Frau. In einer Hand sah man die gezogene Klinge blitzen und einen Kampfschrei.

(1)= Hallo mein Freund
(2)= Du hast recht mein Freund ich sollte nicht an mir zweifeln.
(3)= Schneller mein Freund!

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Ilias seufzte leise. Er hatte die Traurigkeit in Réas Stimme gehört. Dieser Auftrag würde länger dauern, als die anderen. Tief in sich drin wussten es Beide.
,,Ilias…wenn…wenn du…gehen musst…dann…dann geh, aber bitte komm zurück.", hörte er die Rothaarige leise sagen.
Der Schwarzhaarige sah auf.
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Elenya ließ jeden Ork der ihr in den Weg trat ihre Klinge spüren. Nach einer Weile entdeckte die Elfe ihre beste Freundin. Sie lag auf dem Boden.
Die Schwarzhaarige stieß einen elffachen Kampfschrei aus und metzelte erneut alles nieder was sich ihr in den Weg stellte.
Leider traf auch so manche Klinge sie selbst.
Die junge Frau mit den braunen Haaren streckte gerade den scheinbar letzten Ork nieder als sich ein weiterer ihr von hinten nährte.

Elenya zog einen Pfeil aus ihrem Köcher, legte ihn in die Sehne und schoss. Der Pfeil fand sein Ziel.


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Wieder erklang die gleichgültig und scheinbar gelangweilte Stimme des Richters. ,,Visenya Tochter eines…."
,,Kriegers und einer Kaufmannstochter, ja das hatten wir schon.", unterbrach Visenya den Richter.
Dieser sah sie aus seinen kalten Augen an.
Ihr war alles egal geworden. Sollten sie, sie doch zum Tode verurteilen! Sollten sie es doch tun!
Sie wollte endlich hier raus! Egal wie!

Der Richter blätterte in seinen Papieren und ergriff dann wieder das Wort. ,,Nun..wo waren wir stehen geblieben? Ach ja…Nun aufgrund ihrer Taten, das heißt Diebstahl und Mord…Und die Tatsache ,das Ihr als Auftragsmörderin gearbeitet haben, lautet das Urteil…"
Die Halbelbin saß angespannt auf dem unbequemen Holzstuhl.
Ausdruckslos sah sie den Richter an. Die Spannung, die in der Luft lag schien zum Greifen nah.
Jeder im Saal schien die Luft anzuhalten.
Jeder schien sich die gleichen Fragen zu stellen: Würde jetzt das Urteil kommen? Würde sie leben oder sterben?


Der schwarzhaarige Elb lehnte sich gegen den Türrahmen. Visenya? Visenya sollte eine Auftragsmörderin sein?
Wieso? Weshalb?, der Elb verwirrt schüttelte den Kopf.

Während dessen starrte die Halbelbin auf einen unbestimmten Punkt. Der Richter ließ seinen Blick kurz durch Saal schweifen ehe er weiter las und das Urteil verkündete.
,,Lautet das Urteil: Verbannung!"

Ein Keuchen ging durch den Saal.

,,Und jeder Stadt oder jedem Dorf dem Sie sich nähren oder es wagen sie gar zu betreten…Sind sie zum Tode verurteilt!", beendete der Richter sein Urteil.

Rufe des Entsetzens wurden laut. Visenyas Gesicht wurde ganz blass. Sie hatte damit gerechnet, dass sie sterben würde, aber auf so eine grausame Art?
Sicher sie hatte die Morde begangen und gestohlen, aber sie war damals verzweifelt. Hatte keinen anderen Weg gewusst, sich durch das Leben zu schlagen.

Sie saß einfach nur da. Nahm kaum war wie ihre Fesseln gelöst wurden, sie wie eine Puppe hochgerissen wurde und in Richtung Ausgang geschickt wurde.
Spürte nicht die Blicke, die teils mitleidig, teils zufrieden waren. Sie hob den Kopf und zwang sich aufrecht durch den Saal zu gehen. Auch wenn sie innerlich gebrochen war.

Und da sah sie ihn. Den schwarzhaarigen Elben, der fassungslos am Türrahmen gelehnt stand.
Was würde er nun von ihr denken?


Eine Gestalt lief gefolgt von einem Wolf über eine große Lichtung. Sie trug einen dunklen Umhang. Die Kapuze war tief ins Gesicht gezogen. Hin und wieder kam eine weißblonde Haarsträhne zum Vorschein.
Nach einer Weile erreichte die vermummte Gestalt die Grenzen von Imladris.
Doch ihr auftauchen blieb nicht unbemerkt.
Glorfindel und die Elrondzwillinge bemerkten sie. Der Vanya ließ die Gestalt mit dem Wolf nicht aus den Augen.

Dann gab er ein Zeichnen. Nahezu lautlos kletterten sie von dem Aussichtsposten herunter und verbargen sich hinter den Umstehenden Bäumen.
Erneut hob der Hauptmann von Imladris seine rechte Hand und sie traten der Frau in den Weg.
,,Was treibt eine Frau in den Grenzen von Imladris? Und noch dazu ganz alleine? ", fragte der Goldblonde.
Die Weißblonde blieb stehen und fuhr herum. ,,Und was ist daran so merkwürdig? Ich bin keines Falls so hilflos wie ihr glaubt.", erwiderte sie kalt.
,,Ich habe nicht behauptet, das ihr hilflos seit. Ich habe nur..nun ja es ist ein seltner Anblick..eine Frau und ein Wolf…außer-, sprach Glorfindel weiter, doch er wurde von der Frau mit im Satz unterbrochen.

,,Ja und? Dann ist das halt so..ich wüsste nicht was Euch das schert Balrogtöter!", sagte die Fremde.
,,Ach ja? Ich denke es geht mich sehr wohl an wer hier einfach nach Imladris spaziert. Mich scheint ihr ja zu kennen, doch dürften wir auch euren Namen erfahren?", fragte er

,,Pah! Was sind schon Namen! Sie sind Schall und Rauch. Und euch sag ich ihn sicher nicht. Nicht dem Mörder meiner Sippe!", entgegnete Ilweran verächtlich und sah den Goldblonden Krieger kalt an.
Glorfindel sah sie bei den Worten Mörder meiner Sippe böse an. ,,Warum tut ihr das?", fragte er bemüht höflich.
,,Was?", entgegnete Ilweran kalt. ,,Mich als Mörder zu bezeichnen. Was habe ich euch getan? Wenn ich euch nicht einmal kenne?", sagte der Balrogtöter.
Ilweran kochte innerlich vor Wut und Abscheu. Wütend warf sie ihren Kopf zurück, dabei rutschte ihr die Umhangkapuze vom Kopf und offenbarte ihre weißblonden Haare und zum Teil ihre spitzen Ohren.
,,Tut nicht so also ob ihr von NICHTS wüsstet!", rief sie wütend und sah den Hauptmann aus ihren tiefblauen Augen an.
,,Von was bei den Valar sprecht ihr? Wie kommt ihr dazu mich zu beleidigen? Was habe ich euch getan? Ich frage höflich nach eurem Namen, da ihr meinen zu kennen scheint, nennt aber nicht euren eigenen. Und nun werde ich auch noch als Mörder bezeichnet.", allmählich stieg auch dem Hauptmann von Imladris Kriegern die Wut hoch.
Was bildete sich die Fremde nur ein?

,,Ach hört doch auf! Ihr eingebildeten Noldor! Ich hab es ja schon immer gewusst! Tut so als ob ihr von Nichts wüsstet. Einfach ein Volk ermorden! Was bei den Valar haben wir euch getan?! NICHTS!", schrie Ilweran Glorfindel an und war drauf und dran sich auf diesen zu stürzen.

,,Ich habe Euch nichts getan! Ich war nur höflich zu euch und ihr…IHR beschuldigt mich des Mordes an eurer Sippe! Wie kommt ihr darauf! Schließlich habe ich euch nicht mal im entferntesten irgendetwas getan!", rief er vor Zorn bebend.
,,Natürlich! Natürlich! Überhaupt NICHTS! Nur ein Volk ausgelöscht! Ist nicht der Rede wert. Passiert! Das ich nicht lache! ", zornentbrannt zog sie ihr Schwert.
Die Elrondzwillinge sahen zwischen dem Hauptmann und der Fremden hin und her.
Ihre Hände lagen auf den Knäufen ihrer Schwerter.

Glorfindel hatte sein Schwert halb aus der Scheide gezogen, da überkam ihn die Vernunft.
Imladris war ein Ort des Friedens und der Zuflucht. Kein Ort für Hass und Kampf.
,,Lasst euer Schwert sinken!", er sah ihr in die Augen.
Dort sah er den Wunsch nach Rache vermischt mit Trauer und Verzweiflung. ,,Tut nichts, was ihr später bereuen werdet.", sprach er und sah sie aus blaugrauen Augen an.

,,Ich. Werde. Es. Nicht. Bereuen. Und ich werde mein Schwert garantiert nicht sinken lassen nur weil ein Noldor es mir befiehlt!.", stieß Ilweran verächtlich hervor.
Und hieb nach Glorfindel.
Doch dieser wich ihrem Hieb aus und schafft es sie am Schwertarm zu packen und ihre Hand nach unten zu drücken.
Ilweran wand sich in seinem Griff, doch der Balrogtöter ließ sich davon nicht beirren.. Schließlich hatte er so schon manchen auszubildenden Soldaten oder Krieger damit zur Raison gebracht.

,,Was bildet ihr euch ein mich anzufassen!", rief Ilweran wütend. Der Vanya ignorierte ihre Worte und schob sie in Richtung des Tales.
Er rief Elladan und Elrohir einpaar Anweisungen zu, die die Zwei nickend zur Kenntnis nahmen.
Auch wies er drei seiner Leute an ihn zu begleiten.

Den ganzen Weg lang versuchte Ilweran sich aus Glorfindels Griff zubefreien, doch ohne Erfolg.
der Vanya ignorierte ihr Geschimpfe und ihre Versuche sich zu befreien.
Auch wenn viele Beschimpfungen ihn sehr trafen, doch er verbarg es hinter seiner Fassade.

Nach einer Weile erreichte die kleine Gruppe das verborgende Tal von Imladris. Als sie den Hof betraten kam ihnen Elrond entgegen.
Der Herr von Imladris sah Glorfindel und die Frau fragend an.
Ilweran sah hasserfüllt drein. Ihr Hass , der Wunsch nach Rache und die Wut glomm in ihren tiefblauen Augen.
Ihr Wolf stand neben ihr, angespannt. Jeder Zeit bereit seine Herrin zu verteidigen.

Glorfindel ließ die Fremde nicht los. ,,Schon so früh zurück, Glorfindel?", fragte der Halbelb seinen Hauptmann.
Glorfindel schüttelte den Kopf. ,,Nein, Herr Elrond. Ich bin wegen dieser Dame hier, hergekommen., begann der Vanya.
,,Sie …nun ja hat mich des Mordes an ihrer Sippe beschuldigt. Sie, hat bis jetzt immer noch nicht ihren Namen genannt, kennt aber meinen….,doch die Telari unterbrach ihn zornig.

,,Und ihr tut so als ob ihr von NICHTS wüsstet! Einen Mord!", schrie sie und wand sich in dem Griff des Vanyas.
Glorfindel ließ sich davon nicht beirren.

,,Nun, dürfte ich euren Namen erfahren Herrin?", fragte Elrond ruhig. Die Elbin dachte kurz nach ehe sie antwortete:,,Ich trage viele Namen. Und Namen sind Schall und Rauch. Man vergisst sie ehe man sie sich gemerkt hat. Also warum sollte ich euch meinen Namen nennen."
,,Nun, ihr beschuldigt Glorfindel des Mordes. Welchen Mordes?", fragte der Herr von Imladris und sah die Telari durch dringend an.

Für eine kurze Zeit herrschte Stille im Hof. ,,Dem Mord an meiner Sippe.", entgegnete die Weißblonde mit zusammengebissenen Zähnen.

Nie würde sie das vergessen. Nie. Den Anblick der bewaffneten Noldor.
Immer noch sah sie die Armee vor sich. Mächtig, zahlreicher. Dann wie sie sich verzweifelt gegen die Überzahl versucht hatten sich zu wehren.
Die Noldor, die ohne Gnade beinahe jeden Telari niederstreckten.

Ilweran ballte vor Wut die Fäuste, als sie daran dachte. Voller Hass sah sie Elrond an. Dieser seufzte innerlich.
Er erinnerte sich, sein Ziehvater hatte es ihm erzählt.
,,Es tut mir leid, was eurer Sippe geschehen ist. Ich…ich kann mir nicht vorstellen wie schrecklich dies gewesen ist, aber ich will euch helfen. In euren Augen sehe ich den Wunsch nach Rache, eure Wut auf die Noldor und eure Trauer, um die Jenigen die gefallen sind.
Doch Rache bringt Niemanden weit. Es wird immer so weitergehen. Jeder will jeden für das rächen, was ein anderer getan hat. Lasst euch helfen."

,,Ihr wisst überhaupt nichts! Ich werde meine Rache aus üben!", schrie sie und schaffte es sich aus Glorfindels Griff zu befreien.
Doch bevor sie sich auf den Halbelben stürzen konnte, hatten die Krieger, die Glorfindel begleitet hatten die Elbin ergriffen.



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BeitragThema: Re: MMF: Help   Mo Jun 10, 2013 7:14 pm


Aufbruch

Boten
Vier an der Zahl
Im Morgenlicht.
Das Wappen des Königshauses.
Zwei Phönixe
In der Mitte die Hoffnung
So stehen sie da.
Drei hier
Einer dort
Sie stehen im Zeichen der Sonne
Der Eine im Licht
Der Wind spielt mit Mähne und Haar
Es beginnt
Das Königspaar tritt vor
Zum Abschied erheben sie die Hand
Wie zum Gruß
Ein Lied erklingt
Die Töne spenden Kraft
Ehe der letzte Ton fortgetragen wird.
Durch den Wind.

Erst dann reiten sie los.
Auch er, der im Licht steht
Vom Eryn Lesgalen
Zieht los
Sie reiten durch das Tor
Ein letzter Blick zurück.
Auf die schöne Stadt.
Viel Glück.
Unterschiedliche Ziele
Er mit dem schwarzem Haar,
reitet nach Gondor
Ihr Weg führt sie in den
Eryn Lesgalen
Ihn soll es nach Lorien ziehen
Und der Eine reitet in das Tal des Friedens und der Zuflucht.
Imladris.


Seit Círdan den Düsterwald verlassen hatte waren viele Tage vergangen.
Endlich sah er die Nebelberge vor sich. Hoch und erhaben standen sie, die spitzen vom Nebel verdeckt, vor ihm.
Jedes Mal erfüllte ihn der gewaltige Anblick mit Furcht und Respekt.  Aufmerksam hielt er seine Umgebung im Auge. Orks waren hier in letzter zeit gesichtet worden, laut den Berichten der Grenzwächter und anderen Boten.
Und dem konnte der Elf nur zu stimmen. Der Pass war gefährlich geworden.
Nach einer Weile erreichte der Dunkelblonde den Pass und begann sein Reise fortzusetzen.
Immer wieder horchte er auf. Es war unnatürlich still. Fast schon zu still.


Yára streifte währenddessen durch die Gärten von Imladris. Es war relativ früh am Morgen. Die Sonne war schon aufgegangen und schickte ihre ersten Strahlen zur Erde.
Überall begann den Morgentau zu glitzern und zu funkeln.
Die Istar schloss die Augen und genoß die warmen Sonnenstrahlen.

Aragorn streifte ebenfalls im Garten umher. Er bemerkte Yára nicht. Er war zu sehr in seine eigenen Gedanken versunken.
Seine Füße trugen ihn zu dem Grab seiner Mutter, wie so oft wenn er nachdachte. Er seufzte leise. Er mochte Yára gern. Sehr gern sogar. Aber…er schüttelte den Kopf. Er war sterblich, sie war eine Istar und somit war es nur ein Traum.
Ein verdammter Traum. Der Dúnedain sank auf eine der steinern Bänke und vergrub sein Gesicht in seinen Händen.

Selbst wenn der Traum wahr werden würde, er würde irgendwann sterben. Er seufzte schwer. Der Dunkelhaarige bemerkte nicht, wie Yára an ihm vorbei ging, stehen blieb und zu dem Erben Isildurs ging.
Sie wusste welche Last auf seinen Schultern ruhte. Sanft legte sie ihm eine Hand auf die Schulter.

Aragorn sah auf, als er eine Hand auf seiner Schulter spürte. Es war Yára.
,,Was bedrückt euch Aragorn?", fragte sie und sah ihn aus ihren eisblauen Augen an.
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